News Bild „Jesus, den Herrn, als Heil und Leben zu den Menschen tragen“ - Bischof Dr. Rudolf Voderholzer weiht in Teublitz acht Männer zu Diakonen

„Jesus, den Herrn, als Heil und Leben zu den Menschen tragen“ - Bischof Dr. Rudolf Voderholzer weiht in Teublitz acht Männer zu Diakonen

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Sage und schreibe acht Männer empfingen am vergangenen Samstag in der Pfarrkirche Herz Jesu Teublitz von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Weihe zum Diakon. Im Rahmen des Weiheaktes versprachen die Diakone ihren Gehorsam und die Bereitschaft zum Dienst in der Kirche. Außerdem erhielten sie ihre Gewänder (Stola und Dalmatik) und das Evangeliar. In einem halben Jahr, Ende Juni 2016, werden die acht Männer dann zu Priestern geweiht.

 

„Ich bin zum ersten Mal in der Pfarrei Herz Jesu Teublitz und kann damit auch meinen Weg ins Bistum fortsetzen. Und es ist ein wunderbarer Anlass“, drückte Bischof Voderholzer in seinen Begrüßungsworten seine Freude aus – auch über den großartigen Besuch. Zugleich dankte er den acht Diakonen, die sich auf den priesterlichen Dienst vorbereiten, „für ihre Bereitschaft, in den Dienst des Herrn zu treten“. Nach diesen Worten der Begrüßung stellte der Regens des Priesterseminars St. Wolfgang, Monsignore Martin Priller, die Weihekandidaten mit ihren Herkunftspfarreien vor: Ulrich Eigendorf (Herz Jesu Teublitz), Daniel Fenk (St. Jakobus Hahnbach), Thomas Fischer (St. Ulrich Dieterskirchen), Peter Kelly (St. Barbara Abensberg), Florian Rein (St. Martin Engstingen), Hans-Jürgen und Peter Treittinger (Herz Jesu Regensburg), Florian Weindler (Mariä Geburt Nittenau). Mit dem von Bischof Voderholzer gesprochenen Satz „Mit dem Beistand unseres Herrn und Gottes Jesus Christus, des Erlösers, erwählen wir diese unsere Brüder zu Diakonen“ wurden die acht Männer zur Weihe erwählt.

 

Die zentrale Aussage aus dem Matthäus-Evangelium dieses Gottesdienstes „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ nahm Bischof Voderholzer als Ausgangspunkt seiner Predigt und dankte für das Gebet um geistliche Berufe sowie vor Ort für das Saltendorfer Lichtermeer an den Tagen zuvor. Den Satz „Die Ernte ist groß“ sah der Oberhirte als Jubelruf mit der Bedeutung, dass es viel zu tun gebe – auch angesichts einer heute vielfach und vielerorts deutlich sichtbaren Missionssituation. Für die acht Männer sei das Diakonamt „eine schrittweise Hinführung zum priesterlichen Dienst, eine Zeit der Vorbereitung und Einübung in den priesterlichen Dienst“, die erste Stufe im dreistufigen priesterlichen Dienst von Diakon, Priester und Bischof, verdeutlichte der Oberhirte. Im Diakon- bzw. später auch im Priesteramt gehe es vor allem darum, so Bischof Voderholzer, „das zu tun, was Jesus getan hat, d.h. Jesus, den Herrn, als Heil und Leben zu den Menschen tragen“. Und dies konkretisiere sich in der pastoralen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, bei Gesprächen mit Eltern, die ihre Kinder zur Taufe anmelden, beim Gedankenaustausch mit Trauernden, bei der Unterhaltung mit Brautpaaren, um sie zur Würde des Ehesakraments hinzuführen. Als spezielle „Erntewerkzeuge“ stünden den Diakonen das Gebet für die Menschen, die Feier der Liturgie und der Sakramente, die Verkündigung und Auslegung des Wortes Gottes und das eigene Lebenszeugnis (vor allem die „Ehelosigkeit um des Himmelreichs willen“) zur Verfügung.

 

Nach der Predigt folgte die Weihe. Bei der Befragung durch den Bischof gelobten die acht Kandidaten „selbstlose Hingabe“, Hüten und Weitergabe des Glaubens, Ehelosigkeit, Gebet, Unterstützung von Armen, Kranken, Heimatlosen und Notleidenden sowie Gehorsam gegenüber dem Bischof. Nach der Heiligen-Litanei, bei der die Kandidaten auf dem Boden lagen, sprach Bischof Voderholzer für sie das Weihegebet und legte ihnen danach die Hand auf. Dann wurden die neugeweihten Diakone mit ihren Gewändern bekleidet – mit der Stola und der Dalmatik. Letzter Teil der Zeremonie war die Überreichung des Evangeliars als Zeichen der Verkündigung des Evangeliums.

Bildergalerie zur Diakonenweihe