News Bild Jeder Rassismus ist ein für alle Mal ausgeschlossen! Praktische Konsequenzen aus der Menschwerdung des Wortes Gottes

Jeder Rassismus ist ein für alle Mal ausgeschlossen! Praktische Konsequenzen aus der Menschwerdung des Wortes Gottes

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Spricht die Christmette nicht zuletzt das Gemüt an, so nimmt der Gottesdienst an Weihnachten – am Tag – davon wiederum etwas heraus. Freude und Ernst prägen allerdings beide große Pontifikalämter. Außerdem sind sie getragen von der Dankbarkeit dafür, dass Gott im Kind Jesus Christus Mensch geworden ist, und vom Gebet um den Frieden in der Welt. Auch am Sonntagvormittag haben die Regensburger Domspatzen gesungen. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer dankte es ihnen nach dem Gottesdienst mit Schokoladen, die er jedem einzelnen der jungen Sänger übergab. Hatten sie mit dem „Stille Nacht, heilige Nacht“ am Abend zuvor die Gläubigen noch in diese ganz besondere Nacht hineingeleitet, so war das Lied „Heilige Nacht“ von Johann Friedrich Reichardt, gesungen am Ausgang des Pontifikalamts am Sonntag, so etwas wie eine Nachbetrachtung zur Geburtsnacht …

 

Verbindung mit Papst Franziskus in Rom

Während dieses großen Weihnachtsgottesdienstes am Sonntag um 10 Uhr im Regensburger Dom vollzieht sich eine Öffnung, eine Ausweitung des Geschehens, was Anmutung und Themen betrifft: Die hauptsächlichen Gebete und Texte wurden, wie in den Vorjahren bewährt, in der lateinischen Sprache vorgetragen. Bischof Voderholzer erklärte dies mit der Verbindung mit dem Heiligen Vater Papst Franziskus in Rom. „Somit sind wir mit der Kirche an allen Orten und Zeiten verbunden.“ Die Lesung trug Frau Jitka Bonk in der tschechischen Sprache vor. Außerdem waren die Fürbitten auf Spanisch und Polnisch, Deutsch und Lateinisch.

 

Demut und Wehrlosigkeit entgegengesetzt

Ganz zu Beginn sagte der Regensburger Bischof, angesichts der Nachrichten von Krieg und Anschlägen sowie Terror in der Welt sei Weihnachten nicht „unnötig“, sondern „umso nötiger“ . Wer Hass und Zwietracht aus der Darstellung in der Bibel kennt, der werde aber nicht überrascht davon sein. Dem sind die Demut und Wehrlosigkeit des Kindes in der Krippe entgegengesetzt. Dass es heißt, so Bischof Voderholzer in der Predigt, dass das Wort Fleisch geworden ist, bezeichne den Menschen sehr konkret: Das Wort Gottes sei – Fleisch geworden – somit sichtbar, berührbar, darstellbar, es sei dem Alterungsprozess unterworfen und es sei sterblich. Die „praktischen Konsequenzen“ daraus sind vielfältig: Der Gottessohn konnte sein Leben am Kreuz hingeben; er kann in Brot und Wein sichtbar bleiben; es gibt die Sakramente; der Gottessohn kann bildlich dargestellt werden; und es gibt die Krippen! Und: Ein für alle Mal ist jeder Rassismus ausgeschlossen! Denn die Familie der Menschheit ist eine; die Kirche ist das Zeichen und Instrument der Vereinigung der Menschheit mit Gott und untereinander.