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Jahresabschlussmesse im hohen Dom St. Peter

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Der Hohe Dom St. Peter war bei der Messe zum Jahresabschluss mit zahlreichen Gläubigen gefüllt. Viele waren gekommen, um den letzten Tag des Jahres 2012 besinnlich und im Einklang mit Gott zu erleben. Die Messe zelebrierte Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner, die Domspatzen gestalteten die Feier musikalisch. In seiner Predigt ging der Diözesanadministrator auf die Rolle der Menschen in Weltgeschehen ein, das von Glück und Leid gleichermaßen geprägt sei. "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi".

So habe vor 50 Jahren das Zweite Vatikanische Konzil die Gemeinschaft der Christen herausgefordert, am Leben der Menschen Anteil zu nehmen, sagte Dr. Gegenfurtner. Besonders an einem solchen Tag, an der Schwelle zum neuen Jahr, sei zu bedenken, dass Gott an Weihnachten den Menschen selbst vorgemacht habe, was es bedeute, das Leben der Menschen zu teilen. Denn an der Krippe werde den Christen gesagt: "Gott lebt mit uns in Jesus Christus, seine Güte soll uns erziehen, damit wir besonnen, fromm und gerecht in dieser Welt leben, wie es der Apostel mahnt", sagte der Diözesanadministrator. "Wir müssen bedenken, dass Gott uns Güter anvertraut hat, die eng miteinander verbunden sind: das Leben und die Zeit". Die Menschen seien mitten hinein in das große Weltgeschehen gestellt. "Genau da hinein, in diese großen Linien der Welt sind wir in unserem Alltag in unserer Diözese gestellt", stellte Dr. Gegenfurtner fest. Als einschneidendstes Ereignis des abgelaufenen Jahres im Bistum nannte Dr. Gegenfurtner den Wechsel im Hirtenamt. Das Bistum habe seinem ehemaligen Oberhirten für die segensreiche, zehnjähriges Wirken gedankt. Er erinnerte an den Tod von Weihbischof Vinzenz Guggenberger, der am 4. Juli gestorben war und sein Leben in den Dienst der Gläubigen gestellt hatte.

Die Heiligsprechung der seligen Anna Schäffer war im Jahr 2012, so Gegenfurtner, ebenfalls ein sehr wichtiges Ereignis für das Bistum. Die Heiligsprechung zeige auf, dass Krankheiten Menschen nicht abwerte, sondern die Fähigkeit zum Beistand herausfordere. Papst Benedikt XVI. hatte Anna Schäffer als leuchtendes Vorbild bezeichnet. Das Bistum werde versuchen, sagte Gegenfurtner, mit der Intensivierung und dem Ausbau der Hospizarbeit diesem Vorbild gerecht zu werden. Der Diözesanadministrator wies auf den Katholikentag hin, der 2014 stattfinden werde. Das Motto lautete "Mit Christus Brücken bauen". Er forderte die Gläubigen auf, den Glauben weiter zu tragen und in großen Zusammenhängen zu erleben. Ein Zeichen des Mutes und der Stärke sei auch „das Jahr des Glaubens“, das der Heilige Vater ausgerufen habe. Dr. Gegenfurtner appellierte an die Gläubigen, sich nicht von sinkenden Zahlen in der Statistik der Kirchengemeinden beeindrucken zu lassen, sondern den Weg des Glaubens weiterzugehen.

"Die Richtskala der Werte hat uns Gott selber vorgegeben, der arm in einem Stall zur Welt gekommen ist: nicht Macht, nicht Geld, nicht Position, sondern in Jesus den Weg der kleinen Schritte gehen", predigte Dr. Gegenfurtner. Auch der neu ernannte Bischof Rudolf Voderholzer werde auf diesem Weg vorangehen. "Wir freuen uns auf den bischöflichen Dienst unseres Bischofs Rudolf und versprechen, ihn mit unseren gefalteten Händen und schenkenden Händen zu unterstützen", sagte der Diözesanadministrator. Er dankte den Gläubigen für das Zeugnis, dass sie abgelegt hätten und wünschte ihnen für das neue Jahr "die Kraft und den Mut zu überzeugtem christlichen Leben und Gottes Geleit für Sie und uns alle."