Hilfe und Orientierung für Angehörige von Suchtkranken

Wenn die Sorge mittrinkt


Regensburg, 21. Januar 2025

Wenn ein Partner, Vater oder Mutter suchtkrank ist, geraten Angehörige oft an ihre Grenzen. Sie fühlen sich hilflos, überfordert und allein gelassen. Scham- und Schuldgefühle verhindern nicht selten, rechtzeitig über die Belastung zu sprechen oder Hilfe anzunehmen. Schlaflose Nächte, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und ständige Müdigkeit sind häufige körperliche Folgen dieser unsichtbaren Belastung. Die Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme in Regensburg lädt Angehörige und Freunde von Suchtkranken in regelmäßigen Abständen zu einer offenen Informationsveranstaltung ein. Die nächste findet am Freitag, 23. Januar, von 16 bis 17.30 Uhr in den Räumen der Fachambulanz in der Hemauer Straße 10c statt.

Die erfahrene Suchtberaterin und Diplom-Sozialpädagogin Monika Gerhardinger gibt Orientierungshilfen, erklärt, wo Sucht beginnt, wie man eine Abhängigkeit erkennt und wie sich Betroffene und ihr Umfeld bestmöglich verhalten können. Sie zeigt Wege auf, wie Paare und Familien wieder zu Balance und Lebensfreude finden können. "Viele scheuen sich, mit jemandem über ihre Probleme zu reden", sagt sie.

Die Teilnahme ist kostenfrei, auf Wunsch anonym und ohne Anmeldung möglich – ein niedrigschwelliger Einstieg für alle, die sich mit der Situation allein sehen. Viele kommen so zum ersten Mal mit dem Sucht-Hilfesystem der Caritas in Kontakt und finden hier Unterstützung und Austausch. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich in entspannter Atmosphäre über Hilfsangebote zu informieren und erste Schritte aus der Ohnmacht herauszugehen.

Text: Silke Schötz

(SSC)



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