News Bild „Hort der Fröhlichkeit, des Lernens und guter Musik“ - Diözesanadministrator und Domkapellmeister stellten die neue Domspatzen-Schaufassade an St. Ulrich der Öffentlichkeit vor

„Hort der Fröhlichkeit, des Lernens und guter Musik“ - Diözesanadministrator und Domkapellmeister stellten die neue Domspatzen-Schaufassade an St. Ulrich der Öffentlichkeit vor

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Seit vielen Jahrhunderten steht sie schon im Schatten des Regensburger Domes, die romanische Kirche St. Ulrich. Bis zum Jahre 1824 hatte sie die Funktion der Dompfarrkirche, wurde dann profaniert und nach einer grundlegenden Renovierung 1986 erneut eingeweiht. Heute dient sie dem Diözesanmuseum als Ausstellungsraum und dem Regensburger Domkapitel als Stationskirche. Seit Herbst 2011 läuft die umfangreiche Außensanierung der Ulrichskirche, die sich im Besitz des Freistaates Bayern befindet und dem Bistum Regensburg zur Nutzung überlassen ist.

Am Donnerstagnachmittag, 20. September, konnte Domkapellmeister Prof. Roland Büchner in Anwesenheit von Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner die neue Schaufassade an der Westseite von St. Ulrich der Öffentlichkeit vorstellen. Sie trägt in Originalgröße das Foto der restaurierten Westfassade mit drei überdimensional großen Domspatzen, die in rotem Talar und weißem Chorrock von einem Mauervorsprung hinunter springen. Dieses in Bewegung sein, so Domkapellmeister Büchner, sei ein deutliches Zeichen dafür, das die Domspatzen ein lebendiger Teil des kirchlichen Lebens in Regensburg seinen. „Ihre Hauptaufgabe ist heute wie vor über tausend Jahren“, so legte er weiter dar, „ der liturgische Dienst im Dom St. Peter zur Ehre Gottes und zur Freude für die Menschen. Dieser ureigensten Aufgabe wissen wir uns auch heute in gleicher Weise verpflichtet und bauen auch gleichzeitig für die Zukunft“. Mit dem Neubau der Grundschule in unmittelbarer Nachbarschaft von Chor, Musikgymnasium und Internat mit Ganztagesbetreuung, werde deutlich, dass die Verantwortlichen bei den Domspatzen in die Jugend und damit in die Zukunft investierten.

Bei diesem nachmittäglichen Termin, der auch von vielen Regensburger Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde, konnte Domkapellmeister Büchner vielen Dank sagen, die an der Verwirklichung dieser Idee beteiligt waren: dem Leitenden Baudirektor Hans Weber vom Staatlichen Bauamt, der Regensburger Werbeagentur Creativ Concept für die künstlerische Umsetzung und den Mitarbeitern um Dombaumeister Helmut Stuhlfelder für die praktische Hilfe. Tatjana Flemmig vom Städtischen Bauordnungsamt und Klaus Heilmeier vom Amt für Denkmalpflege waren dafür verantwortlich, das alle Aspekte des Weltkulturerbes, der Denkmalpflege und der Werbebestimmungen berücksichtigt wurden. Das 30 Meter breite Riesenbanner, das von der Firma Ellerhold in Radbeul hergestellt wurde, musste natürlich auch finanziert werden. Finanzielle Unterstützung erfuhr dieses 475 qm große Projekt durch die Mittelbayerische Zeitung und vor allem durch den Trägerverein „Freunde des Regensburger Domchors e.V.“.
Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner - seines Zeichens auch Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Regensburger Domspatzen - dankte den Domspatzen gleich doppelt für ihren so wichtigen kirchenmusikalischen Dienst im Dom, als Diözesanadministrator und als Dompropst. Dem sonntäglichen Hochamt des Domkapitels, dessen Vorsitzender er ist, gäben die Domspatzen mit ihrem Gesang immer wieder aufs Neue einen ganz besonderen Rahmen. Auch der Leitende Baudirektor vom Staatlichen Bauamt, Hans Weber, konnte sich sofort für die Idee begeistern, als sie an ihn heran getragen wurde. Auf diese Art sei die Architektur auch während der Sanierungsarbeiten weiterhin von allen erlebbar, bis das die erste Teilbaumaßnahme 2013 abgeschlossen sei. Höhepunkt, so blickte Baudirektor Weber freudig in die Zukunft, sei dann die Bayerische Landesausstellung 2014 in St. Ulrich, die dann auch einen barrierefreien Zugang habe.

Mit der gesungenen Aufforderung an alle Anwesenden, „Hebet Eure Augen auf“, luden die Domspatzen zum betrachten ein. Unter den Sängern waren auch die drei Domspatzen Clemens Reimer (13) aus Wackersdorf, Linus Polz (13) aus Lappersdorf und Florian Eckl (12) aus Vohenstrauß, die sich aus einer Gruppe von 15 Schülern als „fliegende Domspatzen“ auf dem Monumentalplakat herauskristallisiert hatten. Fotograf ist ebenfalls ein Schüler des Musikgymnasiums, Jonas Wenzel, der zurzeit die Q 11 besucht. Bis Anfang 2013 wird die Folie an der Westfassade der Ulrichskirche zu bewundern sein. „Als wir jüngst in Regensburg waren…“, so schloss der Welt ältester Knabenchor die Präsentation musikalisch und mancher Regensburg-Besucher wird dann weiter mit einstimmen, „…haben wir die Domspatzen nicht nur gehört, sondern sie auch überdimensional groß gesehen “.