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Zur Neuigkeit
Hofmann-Kapelle in Ebermannsdorf nach Restaurierung dem heiligen Antonius gewidmet
Gott sucht uns
Ebermannsdorf, 17. Juni 2026
Es war ein besonderer Abend für die Dorfgemeinschaft: Bei einem Vorabendgottesdienst ist die Hofmann-Kapelle im „unteren Dorf“ feierlich eingeweiht worden. Das kleine Gotteshaus an der Weggabelung Richtung Theuern zeigt sich nach der umfassenden Restaurierung nun von seiner schönsten Seite. Ein goldenes Kreuz auf dem frisch gedeckten Dach weist schon von Weitem auf die Kapelle hin, die vom Künstler Hans-Georg Hierl außen und innen rundum erneuert wurde – mit frischem Putz und feiner Farbe, neuen künstlerisch gestalteten Seitenfenstern und vor allem einem prächtigen Altarbild. Das Projekt hat der ortsansässige Künstler in Eigeninitiative gestartet und auch alle Kosten dafür selbst übernommen.
Pfarrer Sagayaraj Lourdusamy berichtete in seiner Predigt über das kleine Kirchlein, das im Volksmund einfach die „Hofmann-Kapelle“ genannt wird, weil es sich seit vielen Generationen im Familienbesitz des Landwirts Anton Hofmann und dessen gleichnamiger Vorfahren befindet. Erbaut wurde sie im Jahr 1908, und Jahr für Jahr war sie bisher eine der Stationen, die bei der Fronleichnamsprozession festlich geschmückt zum Gebet einluden. Dem ortsansässigen Künstler Hans-Georg Hierl war es ein großes Anliegen, das stark in die Jahre gekommene Kleinod zu restaurieren und es – in Anlehnung an die Eigentümer – unter den Schutz des heiligen Antonius zu stellen.
Gott ist nahe, auch wenn man ihn aus den Augen verloren hat
Dieser ist als Heiliger der Suchenden bekannt. Wer hat nicht schon einmal etwas verloren und ein Stoßgebet zum heiligen Antonius geschickt? „Antonius erinnert uns daran, dass Gott uns nicht verloren gehen lässt, dass er uns sucht, wenn wir uns selbst nicht mehr finden“, so Sagai. Vielleicht kann diese Kapelle ein Ort werden, an dem Menschen etwas wiederfinden, was ihnen fehlt: ein Ort, an dem man mit schweren Gedanken hineingeht und mit leichterem Herzen wieder hinausgeht; ein Ort, an dem man Stille findet, wenn der Alltag laut ist, und spürt: Gott ist nahe, auch wenn man ihn aus den Augen verloren hat.
So segnete der Geistliche nicht nur das Gebäude, sondern auch die Menschen, die dort sein werden. Er besprengte die Anwesenden und die in der Abendsonne strahlende Kapelle mit Weihwasser. Sein Dank galt vor allem Hans-Georg Hierl für die gelungene Restaurierung der Kapelle sowie der Familie Hofmann für ihre Verbundenheit mit diesem besonderen Ort. Auch allen anderen, die die Arbeiten unterstützt oder begleitet hatten, sprach er seinen Dank aus. Als die Abendsonne durch das neue Fenster den heiligen Antonius mit dem Jesuskind am Arm streifte, konnte man das Motiv der beiden Seitenfenster ein wenig spüren: „Das Licht am Ende des Tunnels“.
Text und Bilder: Christine Löffler
(jas)







