News Bild „Hirtendienst ist Aufgabe eines jeden Christen“: Pastoralbesuch von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Pfarrei St. Johannes Floß

„Hirtendienst ist Aufgabe eines jeden Christen“: Pastoralbesuch von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Pfarrei St. Johannes Floß

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Das Hirtenamt aller Christen stellte Bischof Rudolf Voderholzer bei seinem Pastoralbesuch in der Pfarrei St. Johannes in Floß in den Mittelpunkt seiner Predigt. Dies verband er mit dem Dank an alle in der Pfarrei und Marktgemeinde aktiven und engagierten Mitarbeitern. Bei der Begegnung im Pfarrheim kam er nach dem Pontifikalgottesdienst dann mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch, der Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde Floß gehörte natürlich auch dazu.

 

In einer Prozession marschierten die Ministranten, Vereinsabordnungen, Pfarrgremien und Erstkommunionkinder zusammen mit Bischof Voderholzer und Ortspfarrer Thomas Richthammer vom Pfarrheim zur Pfarrkirche. Das zentrale Thema, das sich am „Sonntag des Guten Hirten“ natürlich anbot, erwähnte Pfarrer Richthammer bereits in seiner Begrüßung, in der er Bischof Rudolf als „Oberhirten“ vorstellte. „Die ganze Pfarrgemeinde freut sich, dass Sie der Eucharistiefeier vorstehen“, so der Geistliche. Der Bischof wies auf einige Fresken und Darstellungen von Johannes dem Täufer und der Apostel hin, die er jetzt (und bereits im Vorfeld auf der Homepage der Pfarrei) gesehen hat. „Wichtiger sind aber die lebendigen Steine, mit denen ich jetzt die Eucharistie feiern darf“, meinte Bischof Voderholzer in seinen Begrüßungsworten.

In seiner Predigt vertiefte er das Thema „Guter Hirte“, das grundsätzlich aus dem Orient stammt, aber auch bei uns sehr verbreitet ist – nicht zuletzt aus der Bibel. Sei es im Alten Testament etwa im Kontext von König David oder auch von Gott selbst oder natürlich im Neuen Testament, wo Jesus „der Gute Hirte schlechthin“ ist. „Jesus und sein Heilswirken können im Bild des Guten Hirten zusammengefasst werden“, brachte es Bischof Rudolf auf den Punkt. Aber Jesus sei noch einen Schritt weiter gegangen - „er wird selbst zum Lamm und erlöst die Schafe. Das Lamm führt auf die Weide des ewigen Lebens“, führte der Regensburger Oberhirte aus und brachte damit die christliche Osterbotschaft in seine Argumente mit ein. „Jesus, der Gute Hirte, macht sich zum Lamm für uns. Er verschenkt sich selbst für uns als die Speise zum Ewigen Leben.“ Und Bischof Voderholzer ging dann noch einen Schritt weiter, denn Jesus habe schließlich auch jeden Einzelnen dazu berufen – durch die Taufe und Firmung – „in seinem Namen selbst Hirte für die Menschen zu sein.“ Demnach habe das Hirtenamt bzw. der Hirtendienst heute, so der Bischof, verschiedene Ausprägungen in ganz unterschiedlichen Feldern. Daher galt sein Dank dem Bürgermeister und den Marktgemeinderäten für den Hirtendienst im weltlichen Bereich, dem Chorleiter und den Kirchenmusikern, den Vereinen und Verbänden, den Oberministranten, den Vertretern der kirchlichen Gremien mit den Teams zur Vorbereitung der Erstkommunion, dem liturgischen Dienst (Lektoren, Kommunionhelfer), den Familien und Großeltern und dem Ortspfarrer. Die Gottesdienstbesucher bat er darum, für Priesternachwuchs zu beten. Beispiele gibt es ja: 2007 war in Floß die bisher letzte Primiz, oder auch die aus Floß stammende und in Südafrika tätige Schwester Ellen bzw. die erst kürzlich in den Konvent der Borromäerinnen aus Jerusalem eingetretene Dr. Gabriele Zinkl.

Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim begrüßten die Kindergartenkinder den Bischof mit dem Lied „Wer sich auf Gott verlässt“. Bürgermeister Günter Stich verwies auf den Besuch des Vorgängerbischofs Gerhard Ludwig Müller im Jahr 2012 anlässlich des Jubiläums „1000 Jahre Katholische Kirche“ und bat Bischof Rudolf Voderholzer um seinen Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde. Nach diesem Akt hatte der Oberhirte die Gelegenheit, mit vielen Floßern ins Gespräch zu kommen.