News Bild Hauskirche daheim pflegen als Basis für die Orts- und überregionale Kirche - Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besuchte Pfarrei St. Michael in Amberg

Hauskirche daheim pflegen als Basis für die Orts- und überregionale Kirche - Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besuchte Pfarrei St. Michael in Amberg

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Die Pfarrei St. Michael war die letzte Pfarrgemeinde in der Stadt Amberg, die Diözesanbischof Rudolf Voderholzer noch nicht besucht hatte. Dieses Defizit bereinigte das Bistumsoberhaupt nun am Passionssonntag. "Auch in Regensburg weiß man, was man an Amberg hat", äußerte er sich zum Kirchen- und Glaubensleben in der früheren Oberpfälzer Bezirkshauptstadt. Und die Besucher des Pontifikalgottesdienstes ermunterte er, die Hauskirche daheim als Basis für die Pfarr-, Bistums- und Weltkirche zu pflegen.

Zu den von der Pfarrgemeinde St. Michael getragenen Einrichtungen gehört auch der Kindergarten. Daher begrüßten die Mädchen und Buben den hohen Gast mit einem Segenslied willkommen, danach überreichte jedes Kind dem Bischof eine Blume. Auch die Erzieherinnen stellten sich kurz dem Bistumschef vor, der die Kleinen natürlich einzeln segnete - wie auch weitere Kleinkinder.

"Es ist eine Freude und Ehre, Sie hier in unserer Pfarrei begrüßen zu können", hieß Pfarrer Alois Josef Berzl den Bischof willkommen, aber auch das "Urgestein der Pfarrei" Ruhestandspfarrer BGR Heiner Wittmann. "Der Besuch in St. Michael ist sozusagen die Krönung", meinte Bischof Voderholzer scherzhaft angesichts der Tatsache, dass er alle anderen Amberger Pfarreien bereits besucht hat. Stark beeindruckt war er von dem im Altarbereich aufgebauten Bild der lebendigen Steine der Pfarrei, d.h. von Fotos aktiver und engagierter Pfarrangehörigen.

Jesu Auferstehung in einer anderen Dimension sehen

Zum Evangelium des Passionssonntags von der Erweckung des toten Lazarus meinte Bischof Voderholzer, dass Jesus damit "seine Apostel und Jünger auf das Geschehen am Karfreitag und Ostersonntag" vorbereiten wollte. Doch während Lazarus (später) ein zweites Mal starb, sei Jesu Auferstehung, so der Bischof, "in einer anderen Dimension" zu sehen - als Sieg über den Tod der Menschen insgesamt, als Hinweis auf und das Aufzeigen des Ewigen Lebens. In diesem Kontext wies der Oberhirte auf den als Lebensweg gestalteten Kreuzweg in der Kirche St. Michael hin. Außerdem rief er die Szene mit Lazarus in dem Spielfilm "Die letzte Versuchung Christi" von Martin Scorsese in Erinnerung, in dem Jesu Aufforderung "Lazarus, komm heraus" so dargestellt ist, dass es jeden Zuschauer genauso ansprechen könnte.

Der Dank des Bischofs galt im zweiten Teil der Predigt Pfarrer Alois Josef Berzl und Ruhestandspfarrer Heiner Wittmann sowie den pastoralen Mitarbeitern, den in der Kirchenmusik und der Liturgie mitwirkenden Kräften, den Pfarrgremien, Ministranten, den Vereinen, Gruppen und Verbänden - stellvertretend der Abordnung der KJG für die Jugendarbeit in der Pfarrei. Den Eltern und Großeltern dankte Bischof Voderholzer für ihr Wirken als "die ersten und wichtigsten Missionare für die Kinder und Verkünder der Botschaft Jesu Christi". Mit einer besonderen Aufforderung schloss der Bischof seine Ansprache: "Durch die Taufe und die Firmung sind Sie alle mit der Aufgabe der Glaubensweitergabe betraut. Pflegen Sie Ihre Hauskirche als Basis für die Pfarr-, Bistums- und Weltkirche!"

Den Festgottesdienst umrahmte auch die Band "Straight Ahead" mit drei Songs. Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim waren zwanglose Gespräche mit Bischof Rudolf Voderholzer angesagt. Ortspfarrer Alois Josef Berzl und Pfarrgemeinderatssprecher Markus Mußemann überreichten als Dankeschön schließlich ein Bild von der Pfarrkirche St. Michael an Bischof Voderholzer.