News Bild „Gut auf den Markt aufgepasst und ihn vor Katastrophen geschützt“ – Bischof Rudolf Voderholzer feiert 150 Jahre Mariensäule in Wolnzach mit einer Maiandacht

„Gut auf den Markt aufgepasst und ihn vor Katastrophen geschützt“ – Bischof Rudolf Voderholzer feiert 150 Jahre Mariensäule in Wolnzach mit einer Maiandacht

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Eine große Freude für die Pfarrei St. Laurentius und den Markt Wolnzach war es am Abend des Maifeiertages, dass Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit ihnen das Jubiläum 150 Jahre Mariensäule im Rahmen einer Maiandacht und eines Stehempfanges feierte. Allerdings musste wegen des Dauerregens die an der Mariensäule geplante Maiandacht in die Pfarrkirche St. Laurentius und der Empfang für den Bischof und die Bürger vom Markplatz in den Rathauskeller verlegt werden.

 

Mit schönem Motivschirm ausgestattet

Pfarrer Johann Braun, Bürgermeister Jens Machold, die weiteren Bürgermeister, die Mitglieder des Marktgemeinderates, der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates hatten Bischof Rudolf im Pfarrheim St. Laurentius begrüßt. Dabei stattete Bürgermeister Jens Machold Bischof Rudolf mit einem schönen Motivschirm des Marktes Wolnzach aus, um ihn so vor dem bereits den ganzen Tag anhaltenden Dauerregen zu schützen.

Zu Fuß ging es dann zur Mariensäule, wo Bürgermeister Machold dem Diözesanbischof das 1865 vom damaligen Magistrat des Marktes Wolnzach unter Bürgermeister Koch mit freiwilligen Beiträgen der Wolnzacher errichtete Bau- und Kunstwerk erklärte. Die mit halbrunden Diensten versehene Steinsäule von Josef Weber fußt auf einem polygonalen und mit Maßwerk verzierten Sockel. Auf ihr thront eine in galvanisiertem Zinkguss gefertigte Marienfigur aus der Mayerschen Kunstanstalt in München. Zusammen mit der Pfarrkirche und dem Rathaus prägt sie den Ortskern von Wolnzach.

 

Auf die Gottesmutter aufpassen

Unter Vorantritt der Ministranten und der Erstkommunionkinder, die Bischof Rudolf zuvor begrüßt hatte, zogen die Geistlichen zu Beginn der Maiandacht in die volle Pfarrkirche ein.  Pfarrer Johann Braun gab in seiner Begrüßung in der Pfarrkirche St. Laurentius seiner großen Freude Ausdruck, dass Diözesanbischof Rudolf Voderholzer zur Feier dieses Jubiläums 150 Jahre Mariensäule, die am Pfingstmontag des Jahres 1865 eingeweiht wurde, nach Wolnzach gekommen ist und mit uns die erste Maiandacht des Jahres feiert. Die Mutter Gottes, so Pfarrer Johann Braun, habe in diesen Jahren gut auf den Markt aufgepasst und ihn während der Weltkriege und vor Katastrophen geschützt. Bischof Rudolf zeigte sich erfreut, dass er zur Feier dieses Jubiläums in Wolnzach eingeladen wurde. Er habe im Vorfeld auch schon an der Mariensäule verweilt und die Gottesmutter begrüßt. Der Diözesanbischof rief den Wolnzachern zu, dass sie auf die Gottesmutter aufpassen sollen, denn sie führt uns hin zu ihrem Sohn.
In seiner Predigt beleuchtete Bischof Rudolf die Rolle der Gottesmutter im Leben Jesu Christi und resümierte, dass die Gottesmutter bei der Auferstehung an Ostern scheinbar unsichtbar war. Denn die Evangelien berichten nur davon, dass er den Aposteln nach der Auferstehung erschienen war. Wir wissen aber, dass er am Ostermorgen auch seiner Mutter erschienen war und sie froh machte, betonte der Bischof. Weiter bat der Diözesanbischof die Gläubigen um das Gebet zur Gottesmutter um den Erhalt und die Pflege der österlichen Freude in der Kirche. Dies sei notwendig, um einer oft müden, traurigen und mit einem gesenkten Haupt daherkommenden Kirche ihre österliche Freude zu schenken. Ebenso sei ihm die tiefe Wertschätzung von Ehe und Familie als Keimzelle von Familie und Zukunft in unserer Gesellschaft ein sehr wichtiges Anliegen, die ausstrahle in eine Welt, die mittlerweile so kinderfeindlich, zukunftsunfähig und auch müde geworden ist. 

 

Herrlich geschmückter Maialtar

Vor dem herrlich geschmückten Maialtar, der auf einem Seitenaltar der Pfarrkirche St. Laurentius errichtet wurde, betete Bischof, Rudolf assistiert von Pfarrer Johann Braun, dem Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Karl Lingl und Pfarrer Dr. Przemyslaw Nowak aus Gosseltshausen die Gebete und die Litanei zur Gottesmutter. Musikalisch eindrucksvoll umrahmt wurde die Andacht durch den Kirchenchor der Pfarrei Wolnzach unter der Leitung von Astrid Elender und begleitet von Robert Schweiger an der Orgel. Im Anschluss an die feierliche Maiandacht kam Bischof Rudolf der Bitte nach, sich in das goldene Buch des Marktes Wolnzach einzutragen.