News Bild Gründonnerstag: Gott begegnet uns voller Zuneigung und als Diener

Gründonnerstag: Gott begegnet uns voller Zuneigung und als Diener

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Mit dem Gottesdienst am Gründonnerstag begann die Kirche die Feier der Heiligen Drei Tage vom Leiden, Sterben und Auferstehen des Herrn Jesus Christus. Wie die Evangelien berichten, hielt Jesus in der Nacht vor seinem Tod ein Mahl mit den 12 Aposteln und wusch ihnen während dieses Mahles die Füße. Mit diesem Dienst, den sonst nur Sklaven leisteten, deutete er den Jüngern sein eigenes Leben und ihren zukünftigen Auftrag als liebevollen Dienst für die Menschen und füreinander. „Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“, so schreibt Johannes (13,1). Die Liebe ist das Vermächtnis Jesu, das er seinen Jüngern anvertraut. Mit der Fußwaschung gab Jesus ein Beispiel, „damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe“ (13,15). Bischof Rudolf Voderholzer wusch 12 Frauen und Männern aus der Diözese stellvertretend für die 12 Apostel während der Gründonnerstagsliturgie im Hohen Dom zu Regensburg die Füße:

Harl.e.kin-Nachsorge Interdisziplinäre Frühforderung der KJF
Dipl. Sozialpädagogin
Frau Cornelia Stubenrauch
93138 Lappersdorf

Krankenpfleger Frühgeborenenstation Klinik St. Hedwig
Herbert Spichtinger
92539 Schönsee

Mitarbeiterin in der Kath. Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen
Renate Brunner
93138 Hainsacker

Schwangerenberatung der Caritas
Gabriele Dotzer
93047 Regensburg

Älteres Ehepaar
Heinz und Gertraud Süß
92421 Schwandorf

Junges Paar
Frau Julia Walter und
Herr Stefan Schmid
92363 Breitenbrunn

Mitarbeiterin bei den Ehevorbereitungsseminaren
Kerstin Wallmeyer
92727 Waldthurn

Hebamme aus dem Caritas-Krankenhaus St. Josef
Sandra Geltl
93326 Abensberg

Haus Mutter und Kind
Betreuerin
93049 Regensburg

alleinerziehende Mutter

In seiner Predigt fragte der Bischof: „Füße waschen, soll das ein wichtiges Ereignis sein? Soll wirklich eine Waschschüssel und eine Reihe schmutziger Männerfüße – repräsentiert heute durch ausgewählte Frauen und Männer (…), soll das wirklich heute wieder im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stehen?

Die Fußwaschung ist deshalb so bedeutsam, weil Gott dieses Bild der Zuwendung zu den Menschen wählt, um zu zeigen, wie er zu jedem Einzelnen von uns steht. Schau hin, so steht Gott zu Dir: Das ist die Botschaft der Fußwaschung. Es ist ein Gott, der sich hinkniet, der Dir buchstäblich zugeneigt ist, der sich klein macht, um Dir Gutes zu tun. Bischof Rudolf: „ Seiner Kirche ist damit ein Vermächtnis aufgegeben, das gewiss nicht weniger verpflichtend ist, als (…) sein eucharistisches Vermächtnis an uns.“ Eucharistie und Fußwaschung zeigen uns beide in gleicher und sich ergänzender Weise, wie Gott ist. Er ist für uns da. Er, dem wir nachfolgen wollen. Als Christen müssen wir uns selber bücken und nach unten gehen, wir, die wir doch am liebsten ganz hoch hinaus wollen. Wir, die wir Angst haben, uns etwas zu vergeben, die wir uns zu schade sind, vom hohen Ross herunter zu steigen.

Andererseits ereignet sich Fußwaschung an vielen Stellen in unserem Alltag: dort wo Krankheit und Gebrechen angenommen und gemeinsam getragen werden, dort wo ein behindertes Kind voller Liebe und mit offenen Armen willkommen geheißen und als Geschenk erkannt wird. Fußwaschung geschieht, „wo Menschen sich die Hilfsbedürftigkeit der anderen zu Herzen gehen lassen.“ Wo Menschen es wagen „der Blickrichtung Jesu zu folgen: nämlich nicht von oben herab, sondern von unten hinauf.“

Papst Franziskus wäscht etwa zeitgleich zur Messe vom letzten Abendmahl in Regensburg in einem römischen Gefängnis jugendlichen Häftlingen die Füße. Ein junger Mann soll am Tag zuvor geäußert haben: Endlich lerne ich mal jemanden kennen, der von sich sagt, er wäre mein Vater.

Bischof Rudolf: „Beten wir für uns. Beten wir aber auch gerade in diesen Tagen in besonderer Weise für unseren Papst Franziskus, dass sein und unser aller Zeugnis glaubwürdig sei und immer glaubwürdiger werde.“