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Großes Erbe, große Zukunft

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Die Schwestern von der Congregatio Jesu verlassen Regensburg. Am 26.7.2018 feierte Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit der Gemeinschaft der Marienschulen und vielen geladenen Ehrengästen ein Pontifikalamt in der Schulkirche. Im Anschluss fand ein Festakt in der Schulaula statt. Damit geht ein großes Kapitel der 115-jährigen Erfolgsgeschichte der „Englischen“ in Regensburg zu Ende oder besser gesagt: Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen.

Am gleichen Tag segnete Bischof Rudolf Voderholzer die frisch sanierten Räume der Marienschulen ein und machte so deutlich, dass die Tradition und das Erbe der Gründerinnen aufgegriffen und weitergeführt werden.

In seiner Predigt betonte Bischof Voderholzer die Ideale einer Leib, Geist und Seele umfassenden Bildung und Persönlichkeitsentfaltung, für die die Schwestern der Congregatio Jesu stehen. „Um das Gebet und die Verherrlichung Gottes herum geschah Bildung in einem umfassenden Sinne, und Generationen von jungen Frauen sind Ihnen außerordentlich dankbar, dass Sie sie zu solch tüchtigen Frauen herangebildet haben. Wie wir in der Lesung eindrücklich vor Augen gestellt bekommen haben. Frauen die in der Gesellschaft, in der Kirche und in der Familie sich bewährt haben und über die Schulzeit hinaus auch einen Zusammenhang bilden und dankbar auf die Schulzeit zurückblicken.“

Bischof Rudolf machte deutlich, was die Kongregation der Schwestern und die Kirche verstehen, wenn sie von Bildung sprechen: „Bildung das heißt, hineingenommen werden in eine Erzählgemeinschaft. Bildung ist nicht einfach nur das Vermitteln nackter Fakten und Zahlen, das ist nicht nur die Vermittlung von irgendwelchen Fertigkeiten, sondern Bildung ist umfassend – Leib, Geist und Seele umfassende Persönlichkeitsbildung, die gipfelt in der Vermittlung des Glaubens an den Schöpfer und Erlösergott, der uns erst wahrhaft menschlich groß macht.“

Bischof Rudolf versprach: „Wir werden die Ursprünge und Wurzeln dieser Schule in Ehren halten.“

„Wir wollen den Herrn bitten, dass er auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten uns Kraft, Fantasie, Leidenschaft, pädagogische Kompetenz und den Glauben schenke, der die Grundlage dafür ist, dass junge Menschen selbstbewusst und mit Gottvertrauen hineingeführt werden in ein Leben, wo sie für die Gesellschaft, für den Staat, für die Familie und überall, wo der Herr Sie braucht, Großes leisten können.“

Auch in Zukunft wird Domvikar Andreas Albert Seelsorger der Marienschulen mit ihren rund 1300 Schülerinnen bleiben. Im Pontifikalamt las er das Tagesevangelium nach Matthäus 13, 16-17 vor.

Die Heilige Messe wurde mitgestaltet von den Chören der Sankt Marienschulen unter Leitung von Thomas Hums. Musik und Gesang brachten eine begeisternde und jugendlich frische Atmosphäre zum Ausdruck.

Nach dem Pontifikalamt konnten sich die Gäste bei Wasser, Schorle, Bier und Wein erfrischen. Bei den hochsommerlichen Temperaturen konnte das nur die gute Laune beflügeln.

Die Räume der Schule waren erfüllt von Musik aller Art. Es ist ungerecht, Jessica Ranker am Akkordeon hier ausschließlich zu nennen. Aber das Bild hat sich halt ergeben. Schauen Sie gerne den kurzen Ausschnittsfilm an.

Segnen mit Bischof Rudolf ist immer mit einer gehörigen Portion Weihwasser verbunden. Das war bei den Marienschulen nicht anders. Angesichts der klimatischen Rahmenbedingungen konnten alle Umstehenden das nur begrüßen.

Die Grußworte fassten sich kurz und brachten die große Dankbarkeit zum Ausdruck, mit der die Arbeit der Congregatio Jesu der vergangenen 115 Jahre gesehen wird. Oberstudiendirektor Dr. Lindner hob unter anderem das erste Frauenabitur in Bayern hervor, das 1916 in den Marienschulen abgelegt wurde.

 

 

Das Wort ergriffen auch:

Domdekan Prälat Johannes Neumüller ist Vorsitzender der Schulstiftung im Bistum Regensburg, zu der zurzeit 14 der 61 katholischen Schulen im Bistumsgebiet gehören.

Bernhard Scheller, Elternbeiratsvorsitzender mit einem Geschenk.

Landrätin Tanja Schweiger ist ehemalige Schülerin.

Margit Wild vom Rat der Stadt Regensburg vertrat Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Für die Schülerinnen sprach Sophie Resch.

Die Provinzoberin der Congregatio Jesu, Mater Sabine Adam, dankte herzlich für die Worte, die so sehr von Anerkennung, Dankbarkeit, aber auch Hoffnung und Zukunftszuversicht getragen waren.

Die musikalische Gestaltung empfand nicht nur OStD i.K. Berthold Wahl von den Domspatzen als „grandios“ – auch das Publikum war hellauf begeistert.

Alle Besucherinnen und Besucher spürten die Lebensfreude und Vitalität, die die Marienschulen, besser gesagt, ihre Schülerinnen ausstrahlten. Es war – wie Bischof Rudolf betonte – ein traurig stimmender Anlass, weil ein großes Kapitel der Regensburger Schul- und Kirchengeschichte seinen Abschluss fand. Gleichzeit war es ein Tag des Aufbruchs und der Zukunft – getragen von der Entschlossenheit, das Erbe einer großen Erfolgsgeschichte fortzuführen.