News Bild „Gott spricht uns persönlich an“ – Bischof Gerhard Ludwig Müller firmt Schülerinnen der St.-Marien-Schulen in Regensburg - 2008 mehr als vierzehntausend Firmungen im Bistum Regensburg

„Gott spricht uns persönlich an“ – Bischof Gerhard Ludwig Müller firmt Schülerinnen der St.-Marien-Schulen in Regensburg - 2008 mehr als vierzehntausend Firmungen im Bistum Regensburg

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Rund 1.000 Gläubige, darunter Lehrer, Eltern, Firmpaten, Angehörige und Schüler, feierten heute Morgen im Regensburger Dom St. Peter gemeinsam ein Pontifikalamt, bei dem Bischof Gerhard Ludwig Müller 95 Schülerinnen aus den Regensburger St.-Marien-Schulen das Heilige Sakrament der Firmung durch Handauflegung spendete.

Mit der heutigen 216. Firmung sind durch den Regensburger Oberhirten und die von ihm beauftragten Bischöfe, Äbte und Priester insgesamt 14.360 Mädchen und Buben in diesem Jahr im Bistum gefirmt worden.
In seiner Predigt betonte Bischof Gerhard Ludwig Müller, dass das Sakrament der Firmung keine oberflächliche Handlung sei, sondern tief in den Menschen eindringe.

Dabei diene der Bischof nur als Werkzeug Gottes. Durch die Handauflegung und Ölung empfange heute jeder Firmling den Heiligen Geist. So tue es die Katholische Kirche bis zum heutigen Tage nach dem Vorbild der Apostel. „Doch was ist das, der Heilige Geist?“ fragte der Bischof die Gemeinde. Der Geist, so Bischof Gerhard Ludwig Müller, sei die Kraft in uns, die jeden erkennen lässt, dass und was wir sind. Diese Kraft helfe uns ein Urteil zu bilden und lasse uns zu ethisch und moralisch denkenden Menschen werden. Dabei müsse sich der Geist zu seiner vollkommenen Größe entwickeln. „Denn erst wenn der Mensch gegenwärtig, ja geistesgegenwärtig ist, erkennt er Gott und die Größe seiner Liebe zu uns“, hob Bischof Gerhard Ludwig Müller hervor.

Der Regensburger Oberhirte erklärte den jungen Firmlingen, dass er vor der Handauflegung jeden mit seinem eigenen Namen aufrufe, da niemand bei der Firmung eine x-beliebige Nummer sei. Jeder Mensch werde von Gott mit seinem persönlichen Namen angesprochen. Darum, so sein Appell, sollte jedes Kind mit stolzem, freudigen und erhobenen Haupt vor den Altar treten, denn bei der Spende des Heiligen Sakraments der Firmung blicke ein jeder Gott an und Gott blicke uns an und der Geist Gottes richte uns auf.

Abschließend richtete Bischof Gerhard Ludwig Müller seine Worte an die Eltern und Firmpaten der Kinder. Dabei stellte er fest, dass es heutzutage nicht mehr selbstverständlich sei, so wie heute, fast 100 jungen Menschen auf einmal das Sakrament der Firmung zu spenden. Von Gesellschaft und Medien werde uns weisgemacht, dass Kinder eine Belastung darstellten und das wahre persönliche und finanzielle Glück nur ohne Nachwuchs erreichbar wäre.

Dies sei ein Trugschluss und richte sich diametral entgegengesetzt zum Verständnis des christlichen Glaubens, so der Regensburger Oberhirte. Vielmehr seien Kinder für ein liebendes Ehepaar ein Geschenk der Liebe Gottes. In ihnen fänden wir uns selbst und das Abbild des Herrn wieder.



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