News Bild Gemeinschaft und Begegnung mit Familien - Barmherziger Samariter als Vorbild beim diözesanen Familientag

Gemeinschaft und Begegnung mit Familien - Barmherziger Samariter als Vorbild beim diözesanen Familientag

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Es ist ein rundherum gelungener Tag gewesen, der erste diözesane Familientag im Schloss Spindlhof mit Bischof Rudolf Voderholzer. Die kleinen und großen Besucher haben einen wunderbaren Gottesdienst erlebt. In die runde, nach oben offene Kirche schien die Sonne an diesem Tag golden hinein. Darauf wies Bischof Rudolf bereits eingangs hin und wünschte, dass Jesus auch die Herzen und den Geist der Anwesenden erleuchte.

Der barmherzige Samariter und sein mitfühlendes Herz standen im Mittelpunkt der Homilie. Dabei machten die Kinder eifrig im Predigt-Dialog von Bischof Rudolf mit. So wurde gemeinsam erarbeitet, dass auch in der Familie ein warmes, mitfühlendes Herz wichtig ist, um Sorgen oder Traurigkeiten am anderen zu erkennen.

Die Basis des guten Zusammenlebens? Nur wenige einfache Worte

"Bitte", "Danke" und "Verzeih mir" seien wichtige Worte, die Papst Franziskus den Familien als Basis des guten Zusammenlebens ans Herz lege, so Bischof Voderholzer.

Die Erwachsenen wies er darauf hin, dass der barmherzige Samariter Jesus sei und der Gefallene, Ausgeraubte im Gleichnis wir selbst seien. Die Kirche könne man als Herberge des barmherzigen Samariters betrachten. Bischof Rudolf ermunterte seine Zuhörer, angeleitet und gestärkt vom barmherzigen Gott auch die konkreten Herausforderungen zum barmherzigen Liebesdienst zu erkennen und anzunehmen - die, die meistens "zufällig" und ungeplant kommen, wenn man eigentlich gerade "besseres oder wichtigeres" vorhat.

In die Gestaltung des Gottesdienstes waren alle eingebunden. Beim Vaterunser lud Bischof Rudolf die Kinder ein, nach vorne zu kommen und gemeinsam mit ihm einen Kreis um den Altar zu bilden, der die Gemeinschaft sichtbar zum Ausdruck brachte. Am Ende des Gottesdienstes segnete er die Olivenholzherzen aus einer Schnitzerwerkstatt in Betlehem mit der Aufschrift "Gott liebt Dich". Anschließend durften die Kinder alle einzeln zum Bischof kommen. Dieser segnete sie und überreichte ihnen das Olivenherz zur Erinnerung an den gemeinsamen Familientag.

Wie dieser gemeinsame Tag ausgesehen hat, haben wir in einer <link http: www.bistum-regensburg.de multimedia mediathek erster-familientag-im-bistum-836 _top external-link-new-window diözesaner>Fotostrecke zum Familientag festgehalten.

"Familie sein" als Kernaufgabe

Im Namen des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg, unter dessen Verantwortung dieser Familientag stattfand, sprach die Vorsitzende Michaela Halter ihr Grußwort und wünschte einen Tag der Begegnung und Gemeinschaft, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommen sollte. Dafür gab es noch Hinweise durch Werner Spitzl, den Vorsitzenden des Arbeitskreises Ehe und Familie vom Diözesankomitee und durch Michaela Schmid, der stellvertretenden Hausleiterin vom Bildungshaus Schloss Spindlhof. Nicht zuletzt gab Bischof Rudolf die spontane Zusage, die Kosten für das Mittagessen zu übernehmen.

Während die Kinder in altersgemäßen Gruppen "bewegt" wurden, versammelten sich die Erwachsenen zum Vortrag von Corbin und Birgit Gams, der stark "für eine Kultur der Familie" plädierte. Der Studienleiter an der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz und seine Frau bezeichneten die Familie als Quelle der Erneuerung für die Kirche und die Gesellschaft. Basierend auf vielen Zitaten von Papst Johannes Paul II., der auch als Familienpapst bezeichnet wird, warben sie für die Familie. Für die Familie als Abbild der Dreifaltigkeit, die Beziehung, lebensspendende Liebe, lebendiges Schenken und Empfangen ist. "Familie sein" sei die Kernaufgabe. Sie bestehe in ihrem Sein, wenn sie das lebt, was sie ist. Dabei gingen die Referenten auch auf "Amoris Laetitia", das Familien-Schreiben von Papst Franziskus ein, in dem er die Freude an der Familie und die Freude an der Ehe als Abbild der Liebe Gottes betrachtet.

"Familie leben heißt nicht, sich in Aktionen zu verausgaben", betonten die Referenten. In einer bildlichen Darstellung einer Familie als Haus zeigten sie die lebendige Christusbeziehung als "Inneneinrichtung". Ein starkes Plädoyer hielten die beiden Referenten auch dafür, dass Familien stolz sein dürfen "Familie zu sein" und auch die große Wertschätzung der Kirche brauchen.

Sich begegnen und Impulse für den Alltag bekommen

Für die Kinder war den ganzen Nachmittag über ein buntes Sommerprogramm geboten. Da konnte der Segway-Parcour bewältigt, die Kinderschminkecke genutzt oder Fragen rund um kirchliche Berufe gestellt werden. Upcycling, Spiele oder mathematische Knobeleien gehörten ebenfalls dazu. Auch Bischof Rudolf versuchte sich im Basteln und baute gemeinsam mit den Kindern an Pyramiden und anderen Dingen. Viel Spaß machte allen das Basteln von Luftballontieren oder das Pusten von riesigen Seifenblasen. Kreativität mit Farben war angesagt bei der Mosaiklegearbeit von kleinen Kreuzen oder beim Fotografieren im selbstgestalten Naturmaterialrahmen.

Der herrliche Garten mit Rasenfläche, altem Baumbestand und blühenden Blumen war für sich schon geeignet, um Familien mit Kindern in allen Altersklassen Ideen für gemeinsame Stunden zu geben. Beim "Talk im Garten" konnten Rückfragen an die Referenten Corbin und Birgit Gams gestellt werden. Außerdem gab es Informationen rund um Angebote zu Ehe und Familie durch Verbände und geistliche Gemeinschaften aus dem Diözesankomitee. Die Spindlhofküche versorgte alle mit Essen, Getränken, Kaffee und Kuchen.

"Familien sind sich begegnet, haben sich in entspannter Atmosphäre ausgetauscht, Impulse für ihren Alltag bekommen und eine Bestärkung im Glauben erfahren", zog Bischof Rudolf ein positives Resümee dieses ersten diözesanen Familientages.