News Bild Gemeinsam einen guten Weg gehen: Mit der neuen Sozialberatung der KJF Regensburg

Gemeinsam einen guten Weg gehen: Mit der neuen Sozialberatung der KJF Regensburg

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Wer bei seinem Kind eine Entwicklungsverzögerung oder Behinderung feststellt, fragt sich oft, wie es weitergehen kann. Welche Hilfen gibt es im Alltag? Welche Möglichkeiten der Unterstützung?  Seit diesem Sommer gibt es eine kompetente Adresse mehr, wenn es um Rat und Tat für Angehörige von Kindern mit Behinderungen und von Kindern, die von Behinderung bedroht sind: Die Sozialberatung, die organisatorisch an das Regensburger Kinderzentrum St. Martin angegliedert ist, steht in Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg e.V. (KJF) und wird für vier Jahre von Aktion Mensch gefördert. Vorübergehend in der Orleansstraße 1 untergebracht, stehen allen besorgten Eltern zwei Ansprechpartnerinnen vertraulich und kostenlos zur Verfügung – auf Wunsch nicht nur in der Beratungsstelle, sondern überregional und auch bei den Hilfesuchenden zu Hause.

 

Konkrete Schritte Richtung Erleichterung gemeinsam gehen

Wie läuft das Prozedere bei diesem Antrag ab? Wer ist der richtige Ansprechpartner? Habe ich überhaupt einen Anspruch auf diese Leistung? Warum wurde mein Antrag abgelehnt? Diese und viele andere Fragen hören die Diplom-Sozialpädagoginnen Christine Frank und Lydia Dimai oft. „Das ist ganz normal, es gehört zu unseren Aufgaben, Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen und vor allen Dingen erstmal zuzuhören. Es geht uns darum, die Eltern jeweils da abzuholen, wo sie gerade Hilfe und Beratung möchten,“ so Lydia Dimai. Eine Diagnose zu bekommen, mit der das Leben sich verändert, muss erstmal verarbeitet werden. Das ist ein Prozess. Was heißt dies konkret für unsere künftige Alltagsbewältigung? Da ist jede Hilfe willkommen, die konkrete Schritte zur Erleichterung bedeutet. Wir zeigen unter anderem Möglichkeiten für Nachteilsausgleiche auf und informieren zum Beispiel über Pflegegradstufen die Angehörige beantragen können. Wir kennen familienunterstützende Dienste aus Stadt und Landkreis, zu denen wir Kontakt herstellen, berichtet Christine Frank. Und weiter: „Wir sind zwar keine Juristinnen, aber wir wissen, was es zu beachten gilt, was sich bei neuen Gesetzesverabschiedungen konkret ändert, was beachtet werden muss und wo es die notwendige rechtliche Unterstützung gibt.“

 

Wichtiger Bezug: die Rechtsgrundlage

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention ist eine wichtige rechtliche Grundlage geschaffen. Sie beinhaltet – neben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für Menschen mit Behinderung – eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung abgestimmter Regelungen. So geht die Gesellschaft Stück für Stück diesen rechtlichen Weg in der Praxis mit und es entsteht eine Entwicklung. „Da sind wir alle auf dem Weg dahin, dass Kinder und Jugendliche mit Handicap in allen Bereichen gleichberechtigt unterwegs sein können. Wenn nötig, eben auch mit individueller Hilfe,“ so Christine Frank. „Unser Wunsch ist es, dass Eltern, die diesen Beitrag lesen, zum Telefon greifen und sich bei uns diese Hilfe und Unterstützung holen – dafür sind wir da,“ so Lydia Dimai und weiter: „Wir freuen uns beide sehr, diese neue Aufgabe übernehmen zu dürfen!“

 

Text und Bild: Olga Arnstein