News Bild „Gemeinsam ein Zeugnis der Hoffnung gegenüber der säkularisierten Welt geben“ - Internationale Tagung der Römisch-Katholischen-Lutherischen Kommission für die Einheit in Regensburg

„Gemeinsam ein Zeugnis der Hoffnung gegenüber der säkularisierten Welt geben“ - Internationale Tagung der Römisch-Katholischen-Lutherischen Kommission für die Einheit in Regensburg

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(pdr) Seit vergangenem Freitag findet im Priesterseminar in Regensburg eine Woche lang die diesjährige Internationale Tagung der Römisch-Katholischen-Lutherischen Kommission für die Einheit statt. Vertreter des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen sowie des Lutherischen Weltbundes (LWB) loten derzeit Möglichkeiten einer wachsenden Kirchengemeinschaft aus. Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller ist der Vorsitzende der katholischen Teilnehmer, Bischof Dr. Eero Huovinen, emeritierter Bischof von Helsinki, steht der lutherischen Seite vor. Bereits am vergangenen Samstag wurden die ersten Gespräche geführt, bei denen es u.a. um eine gemeinsame Bewertung in Hinblick auf die Reformation geht, deren Beginn vor 500 Jahren im Jahr 2017 gedacht wird.

Am Sonntagnachmittag feierten die Mitglieder der Kommission für die Einheit in der Neupfarrkirche in Regensburg eine Ökumenische Vesper, der der Regensburger Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss als Liturge vorstand. Es predigten der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich und Bischof Gerhard Ludwig. Bischof Gerhard Ludwig erklärte, es gehe darum, die noch bestehenden Differenzen zwischen den Konfessionen zu überwinden. Dass beide Landesbischof Johannes Friedrich und Bischof Gerhard Ludwig predigten, drücke den Wunsch aus, das eine Christentum darzustellen. Der Regensburger Bischof rief dazu auf, gemeinsam ein Zeugnis der Hoffnung gegenüber der säkularisierten Welt zu geben.

„Uns allen tun die Menschen sehr leid, die durch atheistische Propaganda dem christlichen Glauben entfremdet werden und sich um die Frohe Botschaft bringen“, so der Bischof. Bei der Tagung der Kommission für die Einheit gehe es zwar auch darum, die Kontroversfragen aufzuarbeiten. Vor allem aber „möchten wir, die wir alle schon Glieder seiner Kirche sind, in Gegenwart und Zukunft den guten Kampf kämpfen und Zeugen Christi sein“. Anhand dieses Zeugnisses, das sich nach außen richtet, sollten alle erkennen, dass sie zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes berufen sind.

Landesbischof Friedrich rief dazu auf, im Glauben festzustehen, weder „wackelig noch in verkrampfter Starre“. Außerdem erinnerte er daran, dass Jesus Christus selbst die Mitte einer Kommission wie der Römisch-Katholischen-Lutherischen Kommission für die Einheit sei.

Bereits am Sonntagmittag hatte Regensburgs
Oberbürgermeister Hans Schaidinger die Mitglieder der Kommission im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses empfangen und wichtige Aspekte des Gemeinwesens auf Englisch dargelegt. Der Oberbürgermeister spannte den Bogen von der römischen Geschichte bis in die heutige Zeit und nannte die Stadt alt und jung zugleich. Bei der anschließenden Führung durch den Reichstag konnten sich die Gäste von der Geschichtsträchtigkeit Regensburgs überzeugen.

Im Namen aller Teilnehmer der Internationalen Kommission dankte Bischof Dr. Eero Huovinen dem Oberbürgermeister für die gastliche Aufnahme in der Stadt. Er sprach von der „Aufgabe, Gerechtigkeit und Solidarität zwischen allen Menschen zu fördern“, die eine „unabweisbare Herausforderung für uns alle“ sei. Die ökumenischen Gespräche der Kommission dauern noch bis kommenden Donnerstag an.