News Bild Gemeinsam auf dem Weg: Die 188. Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting

Gemeinsam auf dem Weg: Die 188. Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting

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Ab heute ist es wieder soweit: Tausende Gläubige traten bereits in den frühen Morgenstunden den Pilgerweg von Regensburg nach Altötting an, um ihre Anliegen zur Gottesmutter zu tragen. "Beten mit den Füßen", so nennt es Bischof Rudolf und verweist auch auf das wertvolle Erlebnis mit der Kirche als Gemeinschaft unterwegs zu sein - "Alle Blasen und alle Muskelkater [...] sind Nichts im Vergleich zu dieser wunderbaren Erfahrung [...]"! Insgesamt drei Tage werden die Pilger unterwegs sein und legen dabei eine Strecke von 111 Kilometern zurück. Die Altöttinger Fußwallfahrt ist damit eine der größten Wallfahrten Europas. Das Motto in diesem Jahr lautet "Betet den Rosenkranz!" und knüpft damit an das 100-jährige Jubiläum der Marienerscheinung im portugiesischen Fatima und an das ebenfalls 100-jährige Jubiläum zum Fest Patrona Bavariae an. 

 

 

Ein Rucksack voller Anliegen

Die gläubigen Wanderer pilgern aus ganz unterschiedlichen Beweggründen nach Altötting: Eine Frau, die bereits mehrere Male an der Fußwallfahrt teilgenommen hat, erzählt, dass sie "[...] immer irgendeine Bitte [hat] und Hilfe [wünscht], denn je älter man wird, desto mehr kommt der Gedanke, dass man wirkliche Hilfe braucht und dass man auch Hilfe kriegt". Zum ersten Mal dabei war dieses Jahr ein junger Mann - jedoch ohne großes Anliegen wie er meint: "Ich muss das auf mich zukommen lassen" und eine Religionslehrerin sagt, sie gehe den Weg "um den Glauben zu stärken und natürlich ein paar Sorgen loszuwerden".
Auch die Menschen, denen es aus persönlichen Gründen nicht möglich ist an der Wallfahrt teilzunehmen, hatten im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Anliegen im Regensburger Dom am Marienaltar in eine "Anliegenbox" einzuwerfen. Pilgerpfarrer Hannes Lorenz trägt die Handzettel nun während der Wallfahrt in einem Rucksack zur Gottesmutter nach Altötting.

 

 

111 Kilometer in drei Tagen

Die Fußwallfahrt hat heute Morgen an der Regensburger Albertus Magnus Kirche um 7.15 Uhr mit einem Gottesdienst ihren Auftakt gefunden. Um 8 Uhr setzte sich dann der Pilgerzug von rund 3.000 Gläubigen in Bewegung, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer spendete allen Teilnehmern zugleich den Pilgersegen. Der Bischof schloss sich den Pilgern auf der ersten Etappe an und wird ebenso am letzten Tag der Wallfahrt wieder mitmarschieren.
Am ersten Tag werden die Wallfahrer 38 Kilometer zurückgelegt haben; das heute zu erreichende Etappenziel ist Mengkofen. Am zweiten Tag werden es rund 50 Kilometer sein, die die gläubigen Wanderer bis nach Massing gehen werden. Der dritte Tag beginnt bereits um 3 Uhr morgens, um die letzte Etappe von 23 Kilometern bis nach Altötting zu meistern. Dort werden alle Gläubigen zusammen mit Bischof Rudolf Voderholzer einen Gottesdienst in der Basilika St. Anna feiern.

 

Für Alle ist gesorgt

Jeder Pilger erhält ein Quartier für die Übernachtungen während der Wallfahrt. Diese werden mittels eines Quartierscheins vergeben, welcher zuvor im Bürowagen der Fußwallfahrt bezogen werden konnte. Beamte des Polizeipräsidiums Oberpfalz-Niederbayern-Oberbayern begleiten den gesamten Pilgerweg. Das Bayerische Rote Kreuz unterstützt die Fußwallfahrt mit Sanitätsfahrzeugen, Rettungswagen und zahlreichen Rotkreuzhelfern. Für die Rückfahrt an Pfingstsamstag und Pfingstsonntag werden von der Pilgerleitung Reisebusse nach Regensburg und bis Weiden organisiert.
Weitere Information finden Sie auf der Homepage der Regensburger Fußwallfahrt.