News Bild Gedenktag „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“ – Skapulierfest rund um das Karmelitenkloster auf dem Schwandorfer Kreuzberg

Gedenktag „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“ – Skapulierfest rund um das Karmelitenkloster auf dem Schwandorfer Kreuzberg

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Für viele ist es ein Begleiter seit früher Kindheit: das Gnadenbild in der Karmelitenkirche am Schwandorfer Kreuzberg. Auch in diesem Jahr stand es beim traditionellen Skapulierfest des Karmelitenordens im Mittelpunkt, zu dessen Anlass ein zweitägiges Fest rund um die Klosterkirche stattgefunden hat. In diesem Rahmen feierte Weihbischof Reinhard Pappenberger am Samstag ein Pontifikalamt in der vollbesetzten Kirche mit anschließender Prozession. Der Münsterchor Kreuzberg gestaltete zusammen mit einer Bläsergruppe den Gottesdienst musikalisch. Bei Brotzeiten, indischen Schmankerln und Wein gab es im Klostergarten viel Zeit zum Gespräch, um den Sommerabend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

 

„Seid Hüter!“

Jedes Jahr feiert der Orden der Karmeliten am 16. Juli den Gedenktag „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“. Anlässlich dieses Ehrenfestes wurde am Wochenende in vielen Karmelitenklöstern eine große Feier abgehalten. So auch in Schwandorf, rund um die Klosterkirche auf dem Kreuzberg. Viele Gläubige sind zum Marienfest vor dem Gnadenbild zusammengekommen, mit ihren Sorgen und Nöten, mit Freude und Dank. Wie Maria das Christuskind schützend in Händen hält, so erfahren auch die Menschen den Schutz der Gottesmutter. In seiner Predigt sprach Weihbischof Pappenberger von dem Christuskind, das „den Schutz der Mutter um der Menschen willen verlässt“. Das Skapulierfest lade dazu ein, wie Christus hineinzugehen in die Welt – herausgefordert selbst als Bestärker und Ermutiger zu wirken. „Seid Hüter“, rief der Regensburger Weihbischof den Gläubigen zu. An die Eucharistiefeier schloss sich eine Prozession mit dem Gnadenbild um die Klosteranlage an.

 

„Wir fühlen, dass die Muttergottes mit uns ist“

Pater Francis Lawrance ist einer von drei indischen Patres, die im Schwandorfer Kloster leben und wirken. Mit fünfzehn Jahren ist er in den Orden eingetreten, doch das Fest, das immer groß gefeiert wurde, kennt er seit seiner Kindheit. Wie alle Ordensmitglieder trägt er das Skapulier über seinem Habit. Auch Weltchristen tragen Skapuliere, meist in Miniaturform unter der Alltagskleidung, so auch Günter und Stefanie Jehl, die gemeinsam vor fünf Jahren am Skapulierfest in die Skapulierbruderschaft aufgenommen wurden und wichtige Stationen ihres Lebens unter den Schutz der Gottesmutter gestellt haben. Auch die gebürtige Schwandorferin Rita Hintermeier kommt schon seit vielen Jahren immer wieder dorthin zurück. Noch heute erfüllt es sie mit Freude, an die Erlebnisse ihrer Jugendzeit zurückzudenken. Sie kann sich noch gut daran erinnern, als nach der Zerstörung des Klosters durch einen Bombenangriff im Jahre 1945 ein Frater des Ordens kleine Bilder der Muttergottes an die Kinder im Ort verteilte. Das Skapulier zu tragen erinnert auch Pater Francis an die besondere Beziehung zu Maria als Schutzherrin. „Man fühlt sich sicherer“, erklärt er, „es ist ein sehr emotionales Fest. Wir fühlen, dass die Muttergottes mit uns ist.“

 

Stichwort „Skapulier“

Das Skapulier leitet sich vom lateinischen Wort für „Schutzkleid“ ab und ist ursprünglich ein Überwurf über das Ordensgewand. Für Mitglieder etwa der Skapulierbruderschaften ist eine kleinere Variante vorgesehen, zwei Stoffvierecke mit Schnüren verbunden. Meist ist darauf die Gottesmutter mit dem Jesuskind in Armen dargestellt. Die Skapulierfrömmigkeit geht zurück auf Generalprior Simon Stock, der von einer Offenbarung Mariens berichtet: Wer bei seinem Tode ein Skapulier trage, werde gerettet.

 

Impressionen vom Skapulierfest stellen wir Ihnen in unserer Bildergalerie zur Verfügung.