News Bild Friedenslicht aus Betlehem erreicht Regensburg – Vielfalt und Toleranz feiern

Friedenslicht aus Betlehem erreicht Regensburg – Vielfalt und Toleranz feiern

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"Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen miteinander umzugehen", so lautete der Chorgesang zum dritten Adventssonntag, am 16. Dezember, durch die gefüllten Reihen im Dom St. Peter. Unter dem Motto: "Frieden braucht Vielfalt - zusammen für eine tolerante Gesellschaft", luden die Diözesanverbände der Pfadfinderschaften (DPSG und PSG) auch dieses Jahr alle dazu ein, die Übergabe des Friedenslichts aus Betlehem zu feiern.

Während der Andacht mit den Jugendlichen und Kindern, brachten die jungen Pfadfinder das Friedenslicht in einer überdimensionierten Laterne nach vorne zum Altarraum. Das gesegnete Friedenslicht verteilte Bischof Rudolf Voderholzer anschließend an die vielen Kinder und Jugendlichen in der Kathedrale. Jedes Kind durfte nach vorne kommen, um seine eigens dafür mitgebrachte Laterne zu entzünden. Doch nicht nur die Kinder, auch die älteren Generationen standen eifrig Schlange, um ihre Laternen und Kerzen zu entflammen.

 

Christus macht uns alle zu einer Familie

Die Menschen der verschiedenen Länder auf dieser Welt unterscheiden sich zwar in Hautfarbe, Ansichten, sogar Essensvorlieben, doch haben sie eines gemeinsam: Sie alle feiern die Menschwerdung Gottes, wie der Bischof erklärte: Christus mache uns alle zu einer Familie. Trotz großer Vielfalt, können wir geschwisterlich miteinander umgehen.

 

Wie es in einer Erzählung während der Andacht hieß: Der Kopf könne nicht zu den Händen sagen, dass er sie nicht brauche. Genauso wenig können die Hände zu den Füßen sagen, dass sie unnötig wären. Jeder Körperteil sei unentbehrlich. Und ebenso verhält es sich bei den Menschen: Ganz gleich, um wen es geht oder woher jemand stammt, jeder Mensch ist gleichermaßen wichtig und unersetzlich. Eine Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn die Menschen sich ihre Unterschiede nicht vorwerfen, sondern ihre Vielfältigkeit tolerieren. Und so Bischof Rudolf weiter: "Gott, du willst, dass wir Licht entzünden, wo Dunkelheit herrscht". Jedes entzündete Laternenlicht stellt also einen weiteren Hoffnungsschimmer dar, dass die Menschen es künftig schaffen, friedlich miteinander umzugehen.

 

Ein Sinnbild von Hoffnung und Frieden

Jedes Jahr nimmt im Bistum Regensburg eine Pfandfindergruppe an der Wiener Aussendungsfeier teil und bringt anschließend das symbolische Friedenslicht in einer geschützten Laterne von Wien aus in ihre Heimatstadt. Der Bischof wiederum verteilt daraufhin das Licht an die Gläubigen. Das Licht gilt als ein Sinnbild von Hoffnung und Frieden. Eine Aufforderung dazu, anderen ein Lichtblick zu sein, wenn sie von der Dunkelheit umhüllt sind. Andere zu erleuchten, wenn sie Rat suchen und Hilfe brauchen. Das österreichische Landesstudio ORF hat die Aktion Friedenslicht 1986 ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es die Aktion aus Betlehem bereits in über 30 Ländern. Das von einem Kind entzündete Licht wird von der Geburtsstätte Christi in die ganze Welt hinausgetragen. Seit 1993 feiern in Deutschland rund 100 Städte jedes Jahr die Übergabe des Friedenslichts.