News Bild Frauenbund engagiert sich gegen Genitalverstümmelung

Frauenbund engagiert sich gegen Genitalverstümmelung

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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), Diözesanverband Regensburg, überreichte beim Katholikentag in Leipzig einen Scheck in Höhe von 23.292,22 Euro an Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR. Die Spendengelder wurden im Rahmen der Fastenaktion „Solibrot“ durch 92 Ortsgruppen des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Zusammenarbeit mit vielen örtlichen Bäckereien gesammelt. Der Erlös kommt nun vier Projekten, die sich gegen die Beschneidung von Frauen einsetzen, zu Gute.

 

Misereor-Aktion „Solibrot“

Die Aktion „Solibrot“ ist eine Fastenaktion des Bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR, mit der darauf aufmerksam gemacht wird, dass noch immer Millionen von Menschen weltweit Hunger leiden. Der KDFB-Diözesanverband unterstützte diese Aktion mit Hilfe von 92 KDFB-Ortsgruppen sowie zahlreichen kleinen und großen Bäckereien bistumsweit.

Von Aschermittwoch bis Ostern wurde daher bereits zum vierten Mal vielerorts ein sog. Solidaritätsbrot, kurz Solibrot, mit einem kleinen Benefiz-Anteil zum Verkauf angeboten. Wo sich keine örtliche Bäckerei zur Kooperation fand, haben die Frauen einfach selbst Brot gebacken, Osterlämmer gestaltet oder andere einfallsreiche Ideen zur Beteiligung entwickelt.

 

Auf die Situation von Frauen weltweit aufmerksam machen

Der KDFB-Diözesanvorsitzenden Karin Schlecht ist die Unterstützung von Projekten gegen Armut, Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen ein wichtiges Anliegen: „Als Frauenverband möchten wir auf die Situation von Frauen weltweit aufmerksam machen und benachteiligte Frauen in der Durchsetzung ihrer Rechte stärken“.

Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR, weiß den engagierten Einsatz der vielen Beteiligten zu schätzen: „Jedes gekaufte Solibrot ist ein Zeichen gegen die Gleichgültigkeit für die Not der anderen“ und bedankt sich bei allen Beteiligten, Spenderinnen und Spendern.

 

Einsatz gegen die weibliche Genitalbeschneidung

Der Erlös kommt nun vier Projekten in Ägypten, Äthiopien, Mali und Tansania zu Gute, die sich gegen die weibliche Genitalbeschneidung einsetzen. Denn in 28 Ländern Afrikas, in einigen Ländern des Nahen Ostens sowie in Teilen Asiens wird bis heute das blutige Ritual der Beschneidung und damit Verstümmelung der weiblichen Scheide praktiziert. In manchen Regionen sind bis zu 90 Prozent der Mädchen und Frauen betroffen. Diese leiden häufig ein Leben lang unter den Folgen des Eingriffs, teilweise sterben sie sogar an dem hohen Blutverlust oder an Infektionen.

Die Spendenbeiträge werden beispielsweise für die Einrichtung von Informations- und Beratungsstellen, für die Umschulung ehemaliger Beschneiderinnen sowie für die Unterstützung von betroffenen Frauen eingesetzt.