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Zur Neuigkeit
Frankenwallfahrt auf den Habsberg mit Bischof Rudolf Voderholzer
„Das Kreuz schließt niemanden aus"
Habsberg, 13. September 2025
„Das Kreuz ist kein Zeichen der Ausgrenzung, sondern der göttlichen Liebe. Christus hat die Arme am Kreuz ausgebreitet, um die ganze Welt zu umarmen.“ Mit diesen Worten hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Samstag die zentrale Botschaft der Frankenwallfahrt auf den Habsberg hervorgehoben. Zahlreiche Pilger aus Franken waren gekommen, um das Gnadenbild Maria Heil der Kranken zu verehren und mit dem Regensburger Bischof die Eucharistie zu feiern. Bereits am Vorabend des Festes der Kreuzerhöhung stand das Kreuz Christi im Mittelpunkt.
Die Wallfahrt auf den Habsberg reicht bis ins Jahr 1680 zurück. Der schwer erkrankte Amtspfleger Johann Panzer ließ damals auf Weisung der Gottesmutter eine Kapelle errichten und wurde geheilt. Seitdem zieht es unzählige Gläubige auf den Habsberg. Auch heuer machten sich die Gemeinden Weilersbach, Kersbach und Kirchehrenbach aus dem Erzbistum Bamberg (daher „Frankenwallfahrt) – wie immer am Samstag / Sonntag nach Mariä Namen – auf den Weg zur Oberpfälzer Gnadenstätte.
Feierliche Messe mit Bischof Rudolf
Ein Höhepunkt der Wallfahrt war die festliche Messe in der voll besetzten und geschmückten Wallfahrtskirche. Gemeinsam mit Wallfahrtsrektor Dekan Elmar Spöttle und Pfarrer Thomas Teuchgräber feierte Bischof Rudolf den Gottesdienst. Das Gnadenbild Maria Heil der Kranken, in ein weißes Kleid gehüllt, stand im Altarraum im Zentrum der Verehrung. Die Wallfahrtskapelle Kirchehrenbach gestaltete die Feier musikalisch. Mit Passionsliedern und ernsten Klängen führte sie die Gläubigen tief in das Geheimnis des Kreuzes.
Das Kreuz als Quelle von Hoffnung und Segen
In seiner Predigt zeichnete Bischof Rudolf die Geschichte und Bedeutung des Kreuzes nach – von der Auffindung durch Kaiserin Helena bis zur heutigen Gegenwart. „Das Kreuz ist die Brücke und die Leiter in die himmlische Herrlichkeit“, sagte er. Er verwies darauf, dass das Kreuz überall seinen Platz hat: in Kirchen, zuhause im Herrgottswinkel, als Gipfelkreuze auf Bergen, in Krankenzimmern, an Unfallorten oder auf Gräbern. Besonders dankbar zeigte er sich, dass in Bayern auch in Schulen, Gerichten und Behörden Kreuze hängen: „Das Kreuz schließt niemanden aus, es verbindet, schenkt Hoffnung und spendet Segen.“
Lichterprozession und Kreuzreliquie
Nach der Eucharistiefeier segnete der Bischof die mitgebrachten Kerzen und Andachtsgegenstände der Pilger. Anschließend zog eine feierliche Lichterprozession mit brennenden Kerzen, Standarten und dem Gnadenbild Maria Heil der Kranken um Kirche und Kapelle. Den Höhepunkt bildete der Segen mit einer Kreuzreliquie am Kirchenportal, bevor die Pilger mit Musik der Wallfahrtskapelle Kirchehrenbach gestärkt die Heimreise antraten.
Text und Fotos: Frater Thomas Müller
(jas)














