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Zur Neuigkeit
Patroziniumsfest der Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Strahlfeld mit Weihbischof Graf
„Ihr habt Großes vollbracht!“
Strahlfeld, 31. Mai 2026
Ein Tag wie aus dem Bilderbuch, eine prächtig sanierte und voll besetzte Kirche, die nach einem Jahr Restaurierung in neuem Glanz erstrahlte: Das Patroziniumsfest der Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Strahlfeld bildete den passenden Rahmen für die offizielle Weihe des Altares durch Weihbischof Dr. Josef Graf. Er übergab damit die Expositurkirche, die in das Kloster St. Dominikus integriert ist, wieder ihrer eigentlichen Bestimmung.
Zusammen mit Pfarrer Hubert Hintermeier, Dekan Ralf Heidenreich, Prälat Dr. Christoph Kühn und Pfarrvikar Gaspar zelebrierte der Weihbischof nach der Begrüßung durch Dekan Heidenreich den „besonderen Festgottesdienst“. Besonders deshalb, weil auch der Altar an diesem Tag nachträglich geweiht und damit „getauft“ wurde. Der Weihbischof gratulierte den Strahlfeldern zu dem äußerst gelungenen Ergebnis der Restaurierung ihrer Dorfkirche. „Ihr habt Großes vollbracht!“, rief er begeistert. Er lobte besonders die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Dienstleistern und den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen, letzten Endes „der Schnittmenge Mensch“. Ein Jeder habe an einer der zahlreichen Facetten sein Talent eingebracht und damit dieses wunderbare Ergebnis erzielt. Die Menschen hätten damit gezeigt, dass ihnen an ihrer Kirche viel liege.
Dreifaltigkeit Gottes ist mystisches Geheimnis des christlichen Glaubens
Die Kirche und das Bekenntnis zum Glauben sei in der heutigen Zeit oftmals mit kritischen Fragen behaftet. Gerade deshalb dankte er allen, die ihren Glauben bewahren und dazu stehen. Denn „die Kirche kann etwas geben, was die Welt nicht geben kann!“, war er überzeugt. In Bezug auf das Patrozinium richtete er den Blick auf das „Dreifaltigkeitsmysterium“ – Gott habe es nicht nötig, seine Macht durch Kriegsführung zu beweisen, er wirke auch im Kleinen. Der Sohn Gottes werde eines Tages richten, aber nicht im Sinn von Justiz und Recht haben, sondern im Sinn von Richten - wie Reparieren und Wiederherstellen. Die Dreifaltigkeit Gottes sei schließlich das mystische Geheimnis des christlichen Glaubens wie der Altar der Mittelpunkt der Kirche.
Vor der „Taufe“ des bronzenen Altares setzte Bischof Josef eine Reliquie der Heiligen Anna Schäffer in den Altar ein und verschloss ihn. Im Anschluss wurden die liturgischen Riten der Altarweihe vollzogen. Nach der Weihe des Taufwassers und der Gottesdienstbesucher besprengte Bischof Josef den Altar mit Weihwasser, salbte ihn mit Chrisamöl und entzündete schließlich fünf Weihrauchschiffchen, die die Wundmale Christi symbolisierten. Der Weihrauch stieg als Zeichen des Gebets und als Wohlgeruch zu Gott auf, wie Weihbischof Josef dazu erklärte. Nach dem feierlichen Weihegebet und der Reinigung der Altarplatte erstrahlten im Kircheninneren alle Lichter, die Kerzen wurden entzündet und der Altar festlich eingedeckt und für die Eucharistiefeier vorbereitet.
Stück der Geschichte bewahrt und Zeichen gesetzt
Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Annemie Knoll und den Schwestern des Klosters gestaltet. Spürbar war die Freude über die Wiedereröffnung des Gotteshauses auch bei dem rhythmischen Gesang und Tanz, mit dem die afrikanischen Schwestern durch die Kirche zogen.
Kirchenpfleger Ludwig Kerscher sprach allen, die zum Gelingen der Restaurierung in den vergangenen zwölf Monaten und in den vielen Jahren davor, beigetragen hatten, seinen großen Dank aus. „Wir haben unsere Kirche verschönert und für die Zukunft bewahrt!“, war er überzeugt. Er blickte zurück auf den langen Weg bis zur Fertigstellung der Gesamtrenovierung. Durch drei Kirchenverwaltungsperioden haben sich die Planung, Genehmigung und Umsetzung gezogen, bis man an diesem Patroziniumsfest endlich das gelungene Ergebnis feiern durfte. „Wir haben nicht nur Mauern erneuert, Farben aufgefrischt und Schäden behoben. Wir haben ein Stück unserer Geschichte bewahrt und Zeichen gesetzt: Eine Kirche ist mehr als ein Baudenkmal! Sie ist ein Ort der Begegnung mit Gott und miteinander“, so Kerscher in seiner emotionalen Ansprache.
Grundstock für nachfolgende Generationen
Auch Alexandra Riedl, Bürgermeisterin von Roding und stellvertretende Landrätin des Landkreises Cham zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis der Renovierung. Sei die Schlosskirche im frühen 18. Jahrhundert zu Zeiten gebaut, in denen das Bekenntnis zum Glauben Allgemeingut war, werde es heute zunehmend schwieriger, zum christlichen Glauben zu stehen. Diese Verbindung zwischen Kirche und weltlicher Gemeinschaft sei jedoch wichtiger denn je. Es sei der Grundstock, der auch den nachfolgenden Generationen weitergegeben werden müsse. Man müsse gemeinsam daran arbeiten, dass dieses Wertesystem auch künftig Bestand habe, dass man auch weiterhin in Frieden miteinander leben könne. Mit der Sanierung der Expositurkirche in Strahlfeld hätte nicht zuletzt die Kirchengemeinde ein Zeichen der Wertschätzung gesetzt. Stellvertretend für den Landkreis, die Stadt und besonders für die Strahlfelder sagte sie Danke. Das gesamte Team um den leider wegen Erkrankung an der Teilnahme verhinderten Ortspfarrer Siegmund Kastner habe Unglaubliches geleistet und dürfte stolz auf das Geleistete sein.
Elisabeth Oswald vom Pfarrgemeinderat sprach dem rührigen Kirchenpfleger Ludwig Kerscher und seiner Ehefrau Anita in Vertretung für Pfarrer Kastner ihren Dank aus. Er habe sich mit viel Engagement, Umsicht und unzähligen Stunden Arbeit in die Restaurierung eingebracht. „Ohne deinen unermüdlichen Einsatz, deine Liebe zu Präzision und Qualität, deine Ausdauer und Mithilfe, aber auch die verlässliche Koordination aller Beteiligten waren für das Gelinge dieses Projekts von unschätzbarem Wert.“ Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte sie ihm eine Statue der Heiligen Barbara, seine Frau Anita erhielt als Dank für ihr Verständnis, für das Einbringen in manche Entscheidung und die aufgebrachte Geduld für ihren Mann einen duftenden Strauß bunter Blumen. Mit Blasmusik und strahlenden Gesichtern machte sich die Kirchengemeinde im Anschluss auf und zog gemeinsam zum Pfarrfest und feierte dort weiter.
Text und Fotos: © Christine Wendl
(jas)












