News Bild Festmesse zur 450-Jahr-Feier in der Erzdiözese Prag

Festmesse zur 450-Jahr-Feier in der Erzdiözese Prag

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Anlässlich der 450-Jahr-Feier der Wiedererneuerung der Erzdiözese Prag nach den Hussitenkriegen feierten zahlreiche Kardinäle und Bischöfe mit den Gläubigen ein feierliches Pontifikalamt im Prager Veitsdom. Auch Bischof Gerhard Ludwig Müller, den eine tiefe Freundschaft zu den tschechischen Narbarbistümern verbindet, war zur Mitfeier angereist. Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, predigte während der Gottesdienstfeier.

Der Festgottesdienst im Veitsdom war Höhepunkt der zweitägigen Feierlichkeiten im Gedenken an die Wiedererrichtung des Prager Erzbistums nach den hussitischen Auseinandersetzungen. Zuvor hatte am Freitag eine Konferenz über "Das Caritaswerk der Prager Erzdiözese in der Welt" stattgefunden. Erstmals nach fast hundertjähriger Pause ist beim Festgottesdienst wieder das vollständige Geläut des Veitsdomes erklungen. Das Datum der Feierlichkeiten erinnert zudem an den Weihetag des Domes, der am 12. Mai 1929, als das Tausendjahr-Gedenken des Todes des Heiligen Wenzel begangen wurde, nach jahrhundertelanger Bauarbeit neu geweiht wurde.

Die 1344 gegründete Erzdiözese Prag war seit 1425, als der hussitenfreundliche Erzbischof Konrad III. von Vechta seines Amtes enthoben wurde, unbesetzt gewesen. Faktisch endete die Sedisvakanz am 5. September 1561 mit der Ernennung von Anton Brus von Müglitz zum Erzbischof, formal mit Dekret Kaiser Ferdinands I. vom 26. September 1562. Der aus Mähren stammende Anton Brus war zuvor seit 1558 Bischof von Wien gewesen.