News Bild Feierliches Jubiläum der Priesterweihejubilare der Jahrgänge 1953, 1958 und 1968

Feierliches Jubiläum der Priesterweihejubilare der Jahrgänge 1953, 1958 und 1968

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Das Eröffnungslied der heiligen Messe zur Feier der Weihejubilare der Jahrgänge 1953, 1958 und 1968, gab bereits das wieder, was die Priester in ihrem jahrzehntelangen pastoralem Dienst, aber auch im Jahr ihrer Jubiläumsfeier, immer wieder erfahren konnten: "Wer glaubt ist nie allein".

An dem Ort wo die allermeisten von ihnen vor 50, 60 und sogar 65 Jahren durch Gebet und Handauflegung zum Priester geweiht wurden, versammelten sich die Priester und feierten gemeinsam mit Bischof Rudolf ihr Weihejubiläum.

Bischof Rudolf Voderholzer betonte in seinen Worten an die Jubilare vor allem die Ganzheitlichkeit, welche die Priesterweihe immer mit sich bringt: "Sie haben Ehrfurcht und Gehorsam versprochen. Ihre ganze Existenz Christus zur Verfügung gestellt." Und weiter: "Sie haben mittlerweile drei bzw. vier Nachfolger des Bischofsamts erlebt. Danke für ihren Dienst an Gott und den Menschen. Mehr als damals wissen sie jetzt, wie sehr alles von Gottes Gnaden abhängt". Zahlreiche Kollegen, Begleiter und einprägsame Begegnungen hatten und haben die Weihejubilare in ihrem pastoralen Leben bisher erlebt. Bischof Rudolf merkte an: "Wir vergessen nicht die, die schon vorrausgegangen sind, und alle die einen anderen Weg gegangen sind."

 

Berufung ist nicht eine Sache des Blutes, sondern des Geistes"

Der Lesungstext der Messfeier bezog sich auf den Propheten Amos. Ein treffender Text, denn dieser zeigt aus dem Mund Amos selbst, was Berufung heißt. "Ich bin kein Prophet und kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehhirte und veredle Maulbeerfeigen. Aber der HERR hat mich hinter meiner Herde weggenommen und zu mir gesagt: Geh und prophezeie meinem Volk Israel!" (Amos 7,14-15) - Mit diesen Worten entgegnete Amos dem Priester Amazja, der ihm das Predigen verbot und ihn aufforderte wegzuziehen. Amos hingegen empfand es als seine Pflicht die Worte Gottes zu verkünden.
"Berufung ist nicht eine Sache des Blutes, sondern des Geistes", führte Bischof Rudolf Voderholzer im Anschluss aus: "Die älteren Propheten hatten die Aufgabe Gottes Nähe, Zuwendung und Trost anzusagen. In der jüngeren Zeit im Alten Testament ist ihre Aufgabe vorrangig die Verheißung zukünftiger Handlungen Gottes. Auch Amos musste fürchterliche Konsequenzen für die Gottvergessenheit der Menschen ankündigen. Gegen Oberflächlichkeit anzupredigen, das ist die Aufgabe der Predigt und somit der Priester. Nicht das Abkanzeln, sondern das Aufbauen, das Stärken."
Aufbauen, Stärken - diese und viele weitere Aufgaben haben auch die Weihejubilare mit ihrem Wirken - in der ganzen Bandbreite, die das Priesteramt bietet - getan. Sie waren als Missionare, im Ordensvorstand, als Präfekt bei den Schülern und auch für viele andere pastorale Angelegenheiten zuständig.

 

Bischof Rudolf: "Möge der Herr aus den Samen des Wortes, das sie aussäen durften reichlich Früchte ernten"