News Bild Fast 600 „Eltern-Kind-Gruppen“ im Bistum Regensburg starten im Herbst neu - Katholische Erwachsenenbildung fördert Erziehungskompetenz der Eltern

Fast 600 „Eltern-Kind-Gruppen“ im Bistum Regensburg starten im Herbst neu - Katholische Erwachsenenbildung fördert Erziehungskompetenz der Eltern

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Fast 600 Eltern-Kind-Gruppen (EKG) im Bistum nehmen im September wieder neue Kinder auf. Die älteren Kinder in den Gruppen kommen in den Kindergarten und so wird wieder Platz für Kinder mit bis zu drei Jahren und ihre Mütter. Der andere Elternteil, die Väter, sind leider noch kaum vertreten, aber auch herzlich willkommen. Im Kindergarten wird diesen Kindern aus den EKGs manches schon bekannt vorkommen. Sie haben schon in einer größeren Gruppe mit bis zu 10 Kindern gemeinsam gespielt, gebastelt und gesungen. Sie haben gelernt, mit neuen Gruppenmitgliedern Kontakt aufzunehmen und soziales Verhalten auch jenseits der Familie eingeübt. Das geht unter fachkundiger Begleitung alles spielerisch und dem Alter gemäß vor sich. Im letzten Jahr haben über 4000 Kinder mit ihren Müttern an einer EKG-Gruppe im Bistum teilgenommen.

Förderung nicht nur der Kinder, sondern auch der Eltern
Die „Eltern-Kind-Gruppen“ nach dem „Regensburger Modell“ der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Regensburg, das in Kooperation mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund durchgeführt wird, haben aber nicht nur die Kinder im Auge. Sie sind nicht als reine „Spielgruppen“ für die Kinder konzipiert, sondern setzen bewusst auf die Arbeit mit den Müttern und Vätern. Eltern erhalten in den Gruppen Anregungen für kindgerechte Beschäftigungen und Hilfestellungen in der Erziehung. Die wöchentlichen Treffen sollen kontinuierlich die Erziehungskompetenz ausbauen. Das geschieht nicht durch Vorträge, sondern im gemeinsamen Gespräch unter der Moderation der besonders geschulten Leiterin. Im Gruppengespräch, das bei jedem Treffen zu einem konkreten Thema stattfindet, können Mütter und Väter ihre Erfahrungen als Eltern austauschen, sich mit der eigenen Lebenssituation aus einander setzen oder sich über eine breite Palette von Fragen informieren, z.B. über allgemeine Erziehungsfragen, die Ernährung, über die religiöse Erziehung, die Gesundheitsvorsorge, Alltagsprobleme oder Fragen der Umwelt.

Eigene Elternabende im Abstand von zwei oder drei Monaten bieten eine zusätzliche Gelegenheit zur Information. Schließlich erleichtern die regelmäßigen Gruppentreffen den Eltern das Knüpfen von Kontakten zu anderen Familien und das Hineinwachsen und Aktiv-Werden an ihrem Ort. Vor allem für neu Zugezogene sind diese Gruppen eine hervorragende Chance, unkompliziert in Kontakt zu kommen und der Gefahr der Isolierung zu begegnen.

Kontinuierliche Aus- und Fortbildung der Leiterinnen
Die derzeit 350 Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen nach dem „Regensburger Modell“ erhalten von der KEB eine Ausbildung zum Start in mehreren Blöcken, sie werden regelmäßig fortgebildet und in einer Supervision begleitet. Damit ihnen die Ideen nicht ausgehen, bekommen Sie regelmäßig Arbeitsmaterial und neue Anregungen. So wurden im vergangenen Jahr in 19 Seminaren Leiterinnen aus- und fortgebildet, 105 Supervisionstreffen mit 36 Gruppen haben stattgefunden.

Probleme für die Zukunft
Wie es mit dem Projekt langfristig weitergeht, hängt nicht zuletzt von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Dabei spielt nicht nur die zurückgehende Zahl der geborenen Kinder eine Rolle. Das Projekt setzt auf die gemeinsame Teilnahme von Müttern bzw. Vätern mit ihren Kindern bei den Treffen. Ein deutlicher Trend in Politik und Gesellschaft setzt aber darauf, dass die Kinder nicht von der eigenen Mutter betreut werden. Wenn zum Beispiel die Berufstätigkeit der Mütter bereits nach einem Jahr nach der Geburt gezielt gefördert wird oder die Kinderkrippen immer früher die Betreuung der Kinder übernehmen, wird der Zeitraum in dem dieses Projekt die Eltern mit ihren Kindern gemeinsam erreichen kann, immer kürzer.
Auf diesem Hintergrund erprobt die KEB derzeit neue Modelle, wie Großeltern-Enkel-Treffen oder Eltern-Kind-Gruppen am Wochenende.

Nähere Informationen
zum Projekt stehen auf der Internetseite der KEB im Bistum www.keb-regensburg.de. Dort finden sich auch die Adressen und die Internetadressen der regionalen KEBs, in den Landkreisen, die Auskunft über Orte und Pfarreien mit EKG-Gruppen nach dem „Regensburger Modell“ im Rahmen der KEB und des Frauenbundes geben.