News Bild „Es ist der großartigste Beruf, den ich mir vorstellen kann!“ - Bischof Rudolf trifft neuen Subregens des Regensburger Priesterseminars

„Es ist der großartigste Beruf, den ich mir vorstellen kann!“ - Bischof Rudolf trifft neuen Subregens des Regensburger Priesterseminars

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Seit 1. September hat das Regensburger Priesterseminar St. Wolfgang einen neuen Subregens: Robert Paulus, der 1982 in München geboren wurde, hat, wie er selber sagt, „Oberpfälzer Wurzeln". Denn sein Vater stammt aus Waldmünchen. Hier wurde Robert Paulus auch getauft und zwar am Hochfest des heiligen Wolfgang, dem 31. Oktober. Nach der offiziellen Ernennung durch Bischof Rudolf Voderholzer traf Paulus nun seinen Oberhirten erstmals in seiner offiziellen Funktion als Subregens.

 

Priester werden: „ In jeder Phase ein spannender Weg“

Zu seiner eigenen Berufungsgeschichte erzählt Paulus, dass er das große Glück hatte, in einem katholischen Elternhaus aufzuwachsen. Erste Erfahrungen machte er auch in der Ministranten- und Jugendarbeit. Ganz persönlich wurde dann der Ruf Jesu spürbar in den letzten Jahren der Schulzeit, in der Zeit als Zivildienstleistender in einer Einrichtung für psychisch kranke Menschen und dann am Beginn der Studienzeit. Der Eintritt in das Priesterseminar war dann für ihn ein folgerichtiger Schritt.

„Es ist der großartigste Beruf, den ich mir vorstellen kann! Aber man muss sich darauf einlassen“, erklärt Robert Paulus begeistert. „Die Zeiten in den verschiedenen Häusern brachten auch ein Auf und Ab mit sich und trugen zur Berufungsklärung bei. Das Geschenk, der Studienphasen in München, Fribourg und Rom möchte ich nicht missen. Nun kehre ich als in der Ausbildung Mitverantwortlicher zurück ins Seminar, wobei hier der Satz des hl. Papstes Johannes Pauls II. gilt: ‚Ich muss den Job noch lernen.‘“, so der neue Subregens.

„Die Priesterausbildung zu leiten und zu begleiten ist aber mehr als ein Job“, hebt Paulus hervor. Es brauche die persönliche Entscheidung, die bei den Seminaristen reifen müsse. Das setze zuerst ein Hinhören auf den Herrn voraus. Außerdem wachse eine Berufung nicht im luftleeren Raum. Die Annahme der Berufung durch die Kirche drücke sich am Ende in der Weihe aus: „ Aber dann geht es ja erst richtig los... Es ist in jeder Phase ein spannender Weg: die Vielfalt der theologischen Disziplinen kennenzulernen, eine Offenheit für die zahlreichen Spiritualitäten zu entwickeln und zu behalten und dann als Priester Seelsorger, "Mann Gottes", wie es Papst Benedikt XVI. einmal in Anlehnung an den hl. Apostel Paulus formulierte, zu sein, das hat mich immer wieder neu ermutigt, Priester werden zu wollen und zu sein“, so Robert Paulus.

 

Studium in der ewigen Stadt

2004 trat Robert Paulus für die Diözese Passau in das Herzogliche Georgianum in München ein. Sein familiärer Hintergrund und die herzlichen Begegnungen mit Priestern und dem Regens der Diözese Passau ließen ihn "für Passau" studieren, wie er erzählt, auch wenn zu diesem Zeitpunkt sein Wohnort eigentlich in der Erzdiözese München und Freising lag. Das heilige Sakrament der Priesterweihe erfuhr Paulus 2010 durch Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) in San Ignazio in Rom, da er von 2006 bis 2011 in der heiligen Stadt studierte. Zuvor absolvierte er ein Freijahr in Fribourg, Schweiz. Einsatzorte waren als Praktikumspfarrei Mitterskirchen bei Eggenfelden, als erste Kaplansstelle der Pfarrverband Unterneukirchen (mit den Pfarreien Unterneukirchen, Kastl, Burgkirchen am Wald und Tüßling) im Altöttinger Umland und dann als zweite Kaplansstelle der Pfarrverband Landau an der Isar.

 

Kooperation zwischen Regensburg und Passau

Im Priesterseminar Regensburg besteht seit acht Jahren die Kooperation in der Priesterausbildung zwischen den Diözesen Regensburg und Passau. Unter Bischof Wilhelm Schraml war es nach Einschränkungen in der katholischen Fakultät in Passau nötig geworden, für die Priesteramtskandidaten einen neuen Studienort zu suchen, damit dort das Diplom in Theologie (heute: Magister) erreicht werden könnte. Die Wahl fiel auf Regensburg. Seitdem ist ein Passauer Priester als Subregens - stellvertretender Hausleiter - im Priesterseminar tätig. Robert Paulus ist in dieser Aufgabe der dritte Subregens: nach seinen Vorgängern, Anton Spreitzer (2007-2013) und Dr. Matthias Ambros (2013-2015). Auf Vorschlag des Passauer Bischofs, Dr. Stefan Oster SDB, ernannte Bischof Rudolf Voderholzer nun Paulus zum neuen Subregens.