Gruppenfoto von 24 Sekretärinnen unterschieldichen Alters im Schulungsraum

Erster Sekretariatstag im Bistum Regensburg

Den Schatz teilen und voneinander profitieren


Regensburg, 17. Juni 2026

Es ist eine der größten Berufsgruppen im Bischöflichen Ordinariat: Mitarbeiterinnen in Sekretariaten gibt es in allen Abteilungen und Fachbereichen. Sie alle haben ähnliche Aufgaben, aber untereinander kennen sich nur wenige von ihnen. Der erste Sekretariatstag sollte das ändern.

Für 24 Teilnehmerinnen bot der Vormittag die Gelegenheit, sich untereinander zu vernetzen. Organisiert und durchgeführt wurde der Sekretariatstag von Norbert Kiendl, Referent für Personalentwicklung im Bistum. Dieser hat den Sekretariatstag an gleich zwei Tagen mit identischem Programm angesetzt, damit möglichst viele Mitarbeiterinnen teilnehmen können, ohne die Arbeitsfähigkeit der Organisation zu beeinflussen. Der zweite Termin ist am 8. Juli 2026.

„Der Tag selbst steht im Zeichen des Kennenlernens und Vernetzens“, erklärt der Personalentwickler. „Es gibt einige interaktive Elemente, die ein Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen ermöglichen sollen, sodass tragfähige Kontakte entstehen. Darüber hinaus gibt es einen Vortrag zum Thema Positive Psychologie, durch den sich Mitarbeiterinnen wertvolle Impulse für gesundes Arbeiten holen können.“

Warum der Tag ins Leben gerufen wurde

Der Wunsch nach einem solchen Tag bestand schon länger, sowohl durch eine Anregung im Kommunikationskasten des Bischöflichen Ordinariats als auch bei Herrn Kiendl selbst. „Mitarbeiterinnen in Sekretariaten sind eine große homogene Gruppe, die allerdings sehr verstreut über das Bistum tätig ist“, erklärt Norbert Kiendl. „Sie üben recht ähnliche Tätigkeiten aus und sind nicht alle miteinander bekannt. Das heißt, wir haben viele sehr erfahrene Wissensträger zu gleichen Prozessen im Haus, allerdings ohne Austausch miteinander. Eine Kooperation von Mitarbeiterinnen in den Sekretariaten, die sich gegenseitig kennen und Wissen austauschen, ist erstrebenswert.“ Darüber hinaus sollen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell befähigt werden, die Standardabläufe zu verstehen und ausüben zu können. Zuletzt ist der Sekretariatstag auch ein Zeichen der Wertschätzung. „Ich denke, wir wissen alle, wie wichtig die Arbeit der Sekretariate ist und wie viel dort geleistet wird.“

Wie positive Psychologie im Arbeitsalltag hilft

Bestandteil des Programms ist ein Vortrag über Positive Psychologie mit Referentin Uschi Wieland. Ziel ist es, die Mitarbeiterinnen dafür zu sensibilisieren, dass die eigene Haltung zum Beruf und zum Alltag ein großer Hebel zur Erhaltung der Gesundheit sein kann. Oft wird dies vor lauter Angeboten zu Zeitmanagement oder PC-Kenntnissen außer Acht gelassen. „Was wir häufig erleben ist, dass es vor allem die Achtsamkeit im Umgang mit uns und dem Berufsalltag ist, die uns hilft, langfristig gesund arbeiten zu können“, erklärt Kiendl. „Und das hilft nicht nur uns, sondern auch unserem Arbeitgeber und unserem Umfeld.“

Wie Mitarbeiterinnen profitieren

Zwei Aspekte sind für Personalentwickler Kiendl besonders wichtig. Zum ersten das Kennenlernen und Abbauen von Berührungsängsten, damit bei Fragen oder benötigter Unterstützung auf andere zugegangen werden kann. Zum zweiten der enorme Wissensschatz, den jeder Mitarbeiter in sich trägt: „Wenn man diesen Schatz teilt, sich gegenseitig unterstützt, kann man nur voneinander profitieren. Damit lässt sich Zeit sparen und Prozesse können verbessert werden.“

Letztendlich soll im Nachgang zu den beiden Sekretariatstagen eine Intranetseite entstehen, die als Wissensbasis dienen soll. Hier sollen übliche Prozesse und Abläufe dargestellt werden, auf die alle Sekretariatsmitarbeiter zugreifen können. Das helfe vielen, vor allem aber den Neuen, so Kiendl.


Text: Katharina Winterlich

(kw)



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