News Bild Erlebniswandern im Kelheimer Donaudurchbruch - 150 Besucher erkunden die Natur beim Schöpfungstag der Diözese Regensburg

Erlebniswandern im Kelheimer Donaudurchbruch - 150 Besucher erkunden die Natur beim Schöpfungstag der Diözese Regensburg

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Mehr als 150 Besucher folgten der Einladung der Diözese Regensburg zum mittlerweilen schon traditionellen Schöpfungstag, der heuer am Kloster Weltenburg im Donaudurchbruch stattfand. Die Umweltbeauftragte des Bistums, Beate Eichinger, hatte mit Ihrem Team und in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung sowie Bund Naturschutz und dem Kelheimer Landschaftspflegeverband ein ganz spezielles Programm für Familien und Kinder ausgetüftelt. Bereits im Vorfeld mussten die Organisatoren die Gruppen erweitern, da der Andrang bei den Anmeldungen die erwarteten Teilnehmer weit überstieg.

Unter dem Motto „Gottes Schöpfung im Donaudurchbruch erleben“ wanderten die Gäste unter fachlicher Führung rund um das Benediktinerkloster und entdeckten dabei Wald, Wiesen und Fluss als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen genauestens kennen. Der erlebnisreiche Tag startete mit einem Wortgottesdienst in der Klosterkirche mit Abt Thomas Freihart und Domkapitular Peter Hubbauer. Bereits hier stand das Element Wasser thematisch im Mittelpunkt: „Ohne Wasser können wir nicht leben, wo Wasser ist, ist Leben aber Wasser hat auch eine unheimliche Kraft, denn es kann zerstören und vernichten“, betonte Abt Freihart.

Eltern mit kleineren Kindern erkundeten die Umgebung unter dem Motto „Über Stock und Kieselstein“. Ein abenteuerliches Waldprogramm mit Wissensfragen und Spielen brachte den Kleinen aber auch den Großen Teilnehmern die Natur mit all ihren Facetten nahe. In den Wandergruppen mit dem Titel „Reifes Obst und buntes Laub“ führte der Erlebnistag zuerst mit kleinen motorisierten Kähnen, den sogenannten Zillen, auf die gegenüberliegende Donauseite. Neues aber auch längst Vergessenes gaben die Führer an verschiedenen Stationen zum Besten. Warum der Biber als natürlicher Staudammbauer arbeitet und früher beinahe ausgerottet aber nicht wie fälschlicherweise oft behauptet wird, ausgestorben sei. Welche Eingriffe durch Menschenhand in der Donau in den vergangenen Jahrzehnten verhindert werden konnten. Wie sieht das Blatt des Waltmeisters aus? Dass Schafgarbe bei Wunden und Verbrennungen hilfreich ist oder bereits beim Bau der Armbrust das harte aber flexible Holz der Eibe besonders begehrt war. All dies und noch viele interessante Informationen mehr konnten die Führer erklären und stellten sich geduldig den häufigen Fragen der Besucher. „Viel öfter müsste man so einen Tag in der Natur verbringen“ war die einhellige Meinung, denn so vieles Wertvolles sei in Vergessenheit geraten oder bleibt unbeachtet. Trotz sechstündiger Wanderung hätte man noch weitaus länger mitten in Gottes Schöpfung verbringen können, um alles Wissenswerte zu erfahren. Stärkung und Erfrischung spendeten ein heißer Eintopf und kühle Getränke bei der Rast in der Klosterschänke. Hier folgte auch nach kurzer Pause eine Führung in die einzigartige Felsenkapelle. Der Rückweg führte auf die Höhen der bewaldeten Hügel mit einem faszinierenden Rundblick auf die Donauschleife und dem Kloster Weltenburg. „Was ist denn für nächstes Jahr geplant?“, war eine Frage, die den Organisatoren immer wieder gestellt wurde, nachdem die 160 Teilnehmer zwar müde aber glücklich am Ende des Tages zur Klosteranlage zurückgekehrt waren. Auch für die Umweltbeauftragte Beate Eichinger stand als Resümee fest: „Die Besucher waren sehr zufrieden, jeder konnte heute etwas mitnehmen. Der Schöpfungstag war ein voller Erfolg“. Eine junge Frau aus Donaustauf stellte nach den Erfahrungen des Schöpfungstages fest, dass es sehr wichtig sei, sich als Christ mit Gottes Schöpfung so intensiv zu beschäftigen: „Das ist doch unsere Welt und wir haben nur diese eine. Wir sollten auf jeden Fall alle darauf aufpassen und wenn man es so sieht, ist sie ja von Gott geschaffen, deshalb sollte sich jeder dazu verpflichtet fühlen, seinen Teil dazu beizutragen, um die Schöpfung achtsam zu behandeln und bewahren“.