News Bild Erfolg ist, was bei den Menschen ankommt

Erfolg ist, was bei den Menschen ankommt

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Etwa 28.000 Menschen jährlich erfahren Rat und Hilfe in der Katholischen Jugendfürsorge. Arbeitslose sind darunter, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderung, psychisch Kranke, Eltern, Alleinerziehende oder Kinder und Jugendliche in Notlagen. Die Bilanz der Katholischen Jugendfürsorge beschreibt, auf welcher finanziellen Grundlage der katholische Sozialverband die große Bandbreite an Hilfen und Diensten anbieten kann, die für die solidarische Lebensqualität einer zukunftsfähigen Gesellschaft unverzichtbar sind. Die Fachkräfte des kirchlich-caritativen Trägers indes sind das eigentliche Kapital und die größte Ressource des Verbands.

 

175 Millionen Euro Umsatzerlöse hatte die KJF in 2016. Hinzu kommen sonstige Erlöse, damit ergibt sich eine Ertragslage von 187 Millionen Euro in 2016. Allein 130 Millionen Euro wiegen die Ausgaben für Löhne und Gehälter. KJF-Direktor Michael Eibl: „Um wirksam helfen zu können, müssen wir sichere und gerecht entlohnte Arbeitsplätze anbieten. Unsere 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden eine Gemeinschaft, die sich begeistert für unseren Dienst einsetzt. Unser Leitbild ist die Nachfolge Christi. Im Menschen, der uns braucht, begegnen wir dem Gottessohn.“ Das Miteinander von Zuwendung und Dankbarkeit macht die besondere Atmosphäre in den Einrichtungen der KJF aus. Trotz schwerer Schicksale ist hier ein positiver, lebensbejahender Geist spürbar. Das ist die Grundlage, um Menschen in Krisen oder mit besonderen Handicaps Perspektiven für ihr Leben zu eröffnen.

Ist die KJF reich?

Die KJF ist ein finanziell gesunder Dachverband. Sie ist Eigentümer von 154 Immobilien. Etwa ebenso viele hat sie angemietet. Michael Eibl: „Das könnte man als materiellen Reichtum deuten, aber ohne materielle Grundlagen ist ein großer Sozialverband wie die KJF wirtschaftlich nicht zu führen. Nur auf der Basis solider Finanzen ist eine gute und langfristig verlässliche pädagogische und therapeutische Arbeit möglich. Ohne die nötigen Mittel können wir niemandem helfen.“

 

Als Jahresüberschuss weist die Bilanz der KJF in 2016 4 Millionen Euro aus. Dieses Geld wird dringend benötigt. So wurden allein im Jahr 2016 7 Millionen Euro für die Instandhaltung der Immobilien aufgewendet. Hinzu kamen 21 Millionen Euro für Baumaßnahmen. Die Rücklagen dienen auch zur Sicherung der Personalkosten.

 

 

3,5 Millionen Euro Kirchensteuermittel pro Jahr

 

Die Arbeit der KJF wir zu einem überwiegenden Teil aus staatlichen Mittel finanziert: Tageskostensätze und Leistungsentgelte in der Kinder- und Jugendhilfe, Pflegekostensätze in der Behindertenhilfe und Eingliederungshilfe, Maßnahmekosten der beruflichen Rehabilitation. Hinzu kommen Zuschüsse zu Baumaßnahmen.

 

Das Bistum Regensburg bezuschusste die Arbeit der KJF in 2016 mit 3,5 Millionen Euro und zusätzlichen 120.000 Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Kirchensteuermittel werden dringend benötigt, wenn öffentliche Mitteln nicht ausreichen wie etwa zur Finanzierung der  Erziehungsberatungsstellen. Allein in diesem Bereich setzte die KJF über 900.000 Euro Kirchensteuermittel ein.

Zehn Erziehungsberatungsstellen der KJF mit zehn Außenstellen können so flächendeckend im Bistum ihren Dienst tun. Sie sind nah bei den Familien, begleiten sie in familiären Krisensituationen, bieten zum

Beispiel spezielle Gruppen für Scheidungskinder, oder Hilfe bei Schulkonflikten. Die Nachfrage ist groß.

Die Kirche ist für die KJF nicht nur Geldgeber, sondern auch Rückhalt und Stütze.

 

Ohne die KJF müsste der Staat das alles übernehmen

Gäbe es die KJF nicht, müsste der Staat deren Schulen und Förder-Einrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche vollständig übernehmen. "Unsere Schulen sind unmittelbar Versorgungsschulen für eine größere Region und übernehmen damit staatliche Aufgaben", sagt Eibl. "Das Kultusministerium ist sehr froh, dass es unsere Schulen gibt."

 

Eibl verweist auf die vier großen Ausbildungseinrichtungen der KJF, in denen mit finanziellem Eigenanteil und viel Engagement jährlich 1.600 junge Menschen mit besonderem Förderbedarf ausgebildet werden. Und dann sind da noch Betriebe wie die Werkstätten für behinderte Menschen. In den acht KJF Werkstätten innerhalb der Diözese Regensburg werden mehr als 1.100 Menschen mit Handicap beschäftigt. Mit den beiden gemeinnützigen  Integrationsfirmen labora und Sigma beschäftigt die KJF 130 Mitarbeiter mit und ohne Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt. „Ohne die KJF müsste der Staat das alles und noch viel mehr von heute auf morgen komplett übernehmen.“

 

Eibls Dank und höchste Wertschätzung gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KJF: „Sie setzen sich auf Basis christlicher Werte und mit hoher Professionalität für so viele Menschen ein, mit und ohne Behinderung, aus verschiedenen Nationen und Religionsgemeinschaften. Ohne ihren Einsatz, ihr Herz und Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer.“

 

"Zahlengesichter" - die Seite zur Finanzkommunikation im Bistum Regensburg

KJF - Jahresabschluss und Lagerbericht 2016

Die KJF als kirchlich-caritativer Träger und ihr Direktor

HARL.E.KIN-Nachsorge für Frühchen

St. Klara

Die Förderschulen

Das Berufsbildungswerk

Die KJF und ihre Töchter

Das Büro für leichte Sprache und das Atelier Kunst inklusiv

Stiftung kirchliche Kinder- und Jugendhilfe