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Einladung zur Diakonenweihe im Regensburger Dom St. Peter

Zwei, die Antworten bei Gott gefunden haben

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Regensburg, 11. Oktober 2022

Durch Handauflegung und Gebet weiht Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom St. Peter am Samstag, 15. Oktober 2022 zwei Männer zu Diakonen. Beide werden in Zukunft als Ständige Diakone mit Zivilberuf im pfarrlichen Dienst wirken. Zur Weihefeier, die um 09:30 Uhr beginnt, sind alle Gläubigen recht herzlich eingeladen.

Die Weihekandidaten v. l. n. r.: Bernhard Gradl und Martin Schopf.

Die Weihekandidaten

Bernhard Gradl

wurde 1984 in Erlangen geboren und lebt in Sulzbach-Rosenberg (Pfarrei Herz-Jesu) mit seiner Frau Susanne und seinen drei Kindern Johannes, Anna und Sophia. Seit seiner Kindheit ist er mit der Kirche und seiner Pfarrgemeinde eng verbunden. Er wirkte viele Jahre als Ministrant und war Mitglied in der Pfadfinderschaft St. Georg. 2013 absolvierte er sein Studium in Katholischer Theologie an der Universität Regensburg mit Diplom. Nach seinem Abschluss arbeitete er in verschiedenen Aufgabenbereichen und beendete 2018 erfolgreich die Ausbildung zum Buchhändler. In seiner Jugend beschäftigten ihn vor allem die existenziellen Fragen, speziell der Grund allen Daseins und der Sinn des Lebens. In der Kirche fand er die gesuchten Antworten. Seit Februar 2018 arbeitet er als Sachbearbeiter im Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz in Amberg. Mit großer Freude möchte er sich als Diakon den ihm übertragenen Aufgaben widmen, der Kinder- und Jugendarbeit, der Vorbereitung und Feier von Gottesdiensten, der Betreuung der Senioren und natürlich auch den geistlichen Aufgaben, Brautpaare zu trauen, Trauernde zu begleiten und das Wort Gottes zu verkünden.

Martin Schopf

wurde 1977 in Regensburg geboren und wohnt mit seiner Familie auf dem Gebiet der Pfarrei Regensburg-St. Konrad. Er ist seit 19 Jahren mit seiner Frau Kerstin verheiratet. Die beiden haben drei Söhne im Alter von 13, 11 und 8 Jahren. Nach Abschluss seiner Lehre zum Kfz- Mechaniker und anschließender Meisterprüfung sowie mehrjähriger Berufserfahrung wurde er 1999 Mitarbeiter am Unteren katholischen Friedhof, wo er seit 2014 als Leiter tätig ist. Die vielfältigen Begegnungen mit Trauernden, sowie Gespräche mit Menschen, die in ihrer Trauer nach Gott oder dem Sinn des Lebens suchen, haben Martin Schopf geprägt. Er engagierte sich als Kommunionhelfer, Chormitglied und Lektor, brachte die Krankenkommunion, wirkte in der Ministrantenarbeit sowie bei sämtlichen Aktivitäten der Pfarrei. Er absolvierte ein theologisches Fernstudium an der Domschule Würzburg und die diözesane Ausbildung der Diakonatsbewerber im Bistum Regensburg. In der Nachfolge Jesu Dienst am Nächsten zu tun, sieht der neue Diakon als seine Lebensaufgabe. Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf möchte er mithelfen am Aufbau einer lebendigen Pfarrgemeinde.

Stichwort Ständiger Diakonat

Der Ständige Diakonat wurde vom "Zweiten Vatikanischen Konzil" wiederbelebt und ist im Bistum Regensburg seit 1973 eingeführt. Er wird haupt- oder nebenberuflich ausgeübt und steht auch verheirateten Männern offen. Unverheiratete Kandidaten legen vor der Weihe das Zölibatsversprechen ab. Mit der Weihe gehören sie zum Stand der Kleriker. Im Zentrum der Aufgaben der Ständigen Diakone steht der caritative Dienst. Ihre Arbeit in der Kirche soll den Dienst Christi an den Menschen in besonderer Weise zum Ausdruck bringen. Die konkreten Aufgabenfelder der "Ständigen Diakone" liegen sowohl in der konkreten Hilfe für notleidende Menschen als auch in der Feier der Liturgie und der Verkündigung des Evangeliums. In der Diözese Regensburg gibt es derzeit 116 Ständige Diakone.

Text und Titelfoto: Jakob Schötz, Gruppenfoto: Sebastian Aichner