News Bild Ein „Diener der Freude“ wurde zu Grabe getragen - Pontifikalrequiem und Beisetzung des verstorbenen Domkapitulars i.R. Prälat Alois Reindl

Ein „Diener der Freude“ wurde zu Grabe getragen - Pontifikalrequiem und Beisetzung des verstorbenen Domkapitulars i.R. Prälat Alois Reindl

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Die Pfarrkirche St. Michael in Kallmünz konnte am vergangenen Samstag die Teilnehmer des Requiems für den am 13. Juli verstorbenen Domkapitular i.R. und Prälaten Alois Reindl nicht aufnehmen. Daher waren außerhalb des Gotteshauses Bänke aufgestellt, wo die Trauernden den Gottesdienst mitfeiern konnten. Den Gottesdienst zelebrierte Bischof Rudolf Voderholzer, der den Verstorbenen erst vor wenigen Wochen beim Pastoralbesuch in der Region Regensburg kennengelernt hatte. Angehörige des Domkapitels sowie zahlreiche weitere Geistliche konzelebrierten.

Bei dieser Gelegenheit hatte Prälat Reindl Bischof Voderholzer sein Tätigkeitsfeld als Hausgeistlicher der Kinder- und Altenheimstiftung gezeigt. Über 16 Jahre lang hatte er es im Ruhestand ausgeübt. Bischof Voderholzer erwähnte in seiner Predigt über das Leben und Wirken von Prälat Reindl, dass dieser den gleichen Primizspruch wie Joseph Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI. gewählt hatte. Der Primizspruch lautete: „Wir sind nicht Herren eures Glaubens, sondern Diener eurer Freude.“ Schwerpunkte des Wirkens des Verstorbenen waren die Männer- und die Polizeiseelsorge sowie die Betreuung der Laiengremien.
Für die Kurskollegen des Weihejahrgangs 1954 würdigte Studiendirektor i.R. BGR Josef Nickl den Verstorbenen. 36 Diözesan- und fünf Ordenspriester wurden am 29. Juni 1954 von Erzbischof Michael Buchberger geweiht. „Wir haben es nicht bereut, wir würden es wieder tun“, sagte BGR Nickl.

„Wir haben einen immerwährenden Freund der Polizei verloren. Darüber sind wir, die Angehörigen der Polizei aus Niederbayern und der Oberpfalz, traurig.“ Mit diesen Worten würdigte Polizeipräsident Rudolf Kraus das Wirken Prälat Reindls als Diözesanbeauftragter für die Polizeiseelsorge von 1984 bis 1997. Prälat Reindl sei „ein wichtiger Begleiter in belastenden Lebensphasen“ gewesen, der die Menschen „so genommen hat, wie sie sind und daher zu allen Zugang gefunden hat“. Als „Mensch mit besonderen Gaben, mit einem sehenden Herzen“ charakterisierte Ulrich Brey, Erster Bürgermeister des Marktes Kallmünz, den Verstorbenen. Über die Generationen hinweg sei Prälat Reindl beliebt gewesen. Vor allem aufgrund seines Engagements für die Kinder- und Altenheimstiftung Kallmünz habe er die Ehrenbürgerschaft erhalten. Besonders ging er auf Reindls Wirken als Hausgeistlicher der Kinder- und Altenheimstiftung sowie auf die Seelsorge in der Filiale Holzheim ein.
In einem von zahlreichen Bannern und Fahnen kirchlicher und weltlicher Vereine und Verbände sowie von vielen Ministranten und Priestern begleiteten Trauerzug ging es nach dem Requiem im Trauerzug zum Friedhof. Hier nahm Ortspfarrer Heindl in Anwesenheit von Bischof Voderholzer die Beisetzung bei der Priestergruft vor.