News Bild Ehepaar löst „Rätsel“ der Heimatvertriebenen-Wappen
Ehepaar löst „Rätsel“ der Heimatvertriebenen-Wappen

Wappen-Mosaike in der Neutraublinger Pfarrkirche

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Neutraubling, 16. November 2022

In der Pfarrei Neutraubling hat ein Ehepaar ein „Rätsel“ gelöst: es konnte Wappen-Mosaike, die 1953-1955 beim Bau der Kirche eingelassen worden waren, den Herkunftsorten der Heimatvertriebenen zuordnen, für die sie stehen.

Die Bevölkerung der Gemeinde Neutraubling im Landkreis Regensburg bestand bei ihrer Gründung 1951 überwiegend aus Heimatvertriebenen und Flüchtlingen in Folge des Zweiten Weltkrieges. Für sie wurde die katholische Kirche St. Michael gebaut. Beim Bau der Kirche wurden im Fußboden des Eingangsbereiches verschiedene Wappen von Herkunftsorten der damaligen Bevölkerung eingelassen. Leider sind über die Bedeutung der Wappen-Mosaike keine Aufzeichnungen mehr auffindbar. Nun hat das Ehepaar Monika und Reinhard Riedl die Mosaike analysiert und den Herkunftsstädten der Heimatvertriebenen zuordnen können, die sich heute überwiegend in der Tschechischen Republik und in Polen befinden. Mitgeholfen hat Frau Dr. Elisabet Fendl, die an der Universität Freiburg, am Osteuropäischen Institut, tätig ist. Auch über verschiedene Internet-Seiten anderer Universitäten ist es gelungen, die Wappen zuzuordnen.

Die Wappen in der Neutraublinger Kirche

Beim Gottesdienst zum Volkstrauertag wurden die gefundenen Erläuterungen neben den Wappen-Mosaiken im Fußboden aufgestellt. Sie können nun dort eine Zeitlang besichtigt werden. Auch eine CD mit den Erläuterungen zu den Wappen wurde an Pfarrer Weindl übergeben, die bei Interesse im Pfarrbüro St. Michael ausgeliehen werden kann.
 
Titelbild: Das Ehepaar Riedl und Pfarrer Josef Weindl mit den Bänken, auf denen die Erläuterungen zu den Wappen im Fußboden befestigt wind. (Foto: Weindl)

Text: Josef Weindl/ Maria König