News Bild „Durch die Auferstehung hat Gott die Geschichte endgültig zum Guten gewendet“

„Durch die Auferstehung hat Gott die Geschichte endgültig zum Guten gewendet“

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Im überfüllten Hohen Dom St. Peter zu Regensburg hat Bischof Gerhard Ludwig Müller in Anwesenheit des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, die Auferstehung Jesu Christi in der Osternacht gefeiert.

Zunächst wurde auf dem Domplatz das Osterfeuer entzündet, das anschließend in den dunklen Dom getragen wurde als Symbol für Jesus Christus, der die Welt erleuchtet. In den Lesungen wurden die zentralen Stationen des segensreichen Handelns Gottes an der Welt und am Volk Israel vorgetragen. Der christlichen Tradition entsprechend spendete Bischof Gerhard Ludwig während der Feier der Osternacht das Sakrament der Taufe: Mareike Fischer aus Wernberg-Köblitz wurde somit in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Sie erhielt außerdem das Sakrament der Firmung und durfte am Tisch des Herrn teilnehmen.

In seiner Predigt sprach Bischof Gerhard Ludwig über die vielfältigen Heilstaten Gottes, der „zum Wohl der Menschen in den Lauf der Geschichte eingegriffen hat. Durch die Auferstehung hat Gott den Gang der Geschichte endgültig zum Guten gewendet“. Gegen den Tod sei in dieser Welt „kein Kraut gewachsen“, auch wenn etwa durch medizinische Bemühungen das Leben um eine gewisse Spanne verlängert werden könne. Gott dagegen sei der einzige, der das Unheil der Menschen in Heil und Erlösung zu verwandeln vermag. „Dies ist schon jetzt zu erfahren in der Gemeinschaft mit Christus“, so Bischof Gerhard Ludwig. Wer allein innerweltlich frage, der könne keinen tieferen Zugang zu dieser tiefen Heilswirklichkeit gewinnen. „Die Auferweckung Jesu Christi ist nicht die Verlängerung der Zeit um eine mehr oder weniger lange Strecke“, so Bischof Gerhard Ludwig. „Hier wird die rein menschliche Betrachtungsweise überwunden. Gott tritt in unseren Verstehenszusammenhang ein.“
Ein solches Heilshandeln sei nur dem Schöpfer und Erlöser möglich, man könne es nicht mit den Kräften der Natur erklären oder gar einer Einbildung der Jünger zuschreiben. „Gott selbst, der Tote lebendig macht und die Welt aus dem Nichts ins Dasein ruft, offenbart sich den Menschen.“

Durch die Taufe werde der Mensch aus dem Eingeflochtensein in den Unheilszusammenhang der Menschheitsgeschichte herausgenommen. Bischof Gerhard Ludwig appellierte an die zahlreichen Gläubigen im Dom, sich in keiner Weise im Glauben irre machen zu lassen. „Denn Jesus Christus ist der Retter und der einzige Erlöser der Welt“. (ven)