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Durch das Kirchenjahr: Auferstehen mit Christus

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… mit Benedikt

Zweiter Sonntag der Osterzeit A – Tagesgebet

 

Bei all den Begebenheiten, die wir in den kommenden Wochen der Osterzeit hören werden, könnte man sich schon einmal fragen: Was hat das alles denn mit mir zu tun? Wir hören von Christus, der von den Toten auferstanden ist, von Menschen, denen der Auferstandene begegnete – am Grab, auf dem Weg nach Emmaus oder wie an diesem Sonntag, in ihrem Haus, innerhalb verschlossener Türen. Doch: Was hat sich damit für mich geändert?

Die frühen Christen schon waren sicher, dass mit dem Tod und der Auferstehung Jesu Grundsätzlicheres geschehen ist. Paulus schreibt an die Gemeinde von Korinth: Wenn eine Auferstehung der Toten grundsätzlich möglich ist, und auch Jesus von den Toten auferstanden ist, dann gibt es diese Möglichkeit auch für uns. Jesus ist daher nicht eine Ausnahme, sondern er begründet die Regel: „Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht“, schreibt der Apostel Paulus (Erster Korintherbrief 15,20-22).

Zeichen dafür ist die Taufe: Durch die Taufe wird der Christ gleichsam in den Tod Jesu einbezogen – und daher wird er auch mit ihm von den Toten auferweckt werden. „Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden“, schreibt Paulus an die Römer (Römerbrief 6,8). Aus diesem Grund dürfen sich die Christen in die Auferstehung Jesu eingeschlossen wissen: Jesus ist der Erstgeborene einer neuen Schöpfung.

Daher erklärt sich, dass die Kirche Ostern und die folgende Osterzeit auch als Zeit der Taufe feiert. Früh schon wurden Anwärter in der Osternacht selbst getauft. Schon die Texte der Osternacht blicken stark auf die Taufe. So formuliert das Exsultet, das Osterlob: „Dies ist die Nacht, die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben, scheidet von den Lastern der Welt, dem Elend der Sünde entreißt, ins Reich der Gnade heimführt und einfügt in die heilige Kirche.“ Gemeint ist hier die Taufe.

Aber auch an diesem zweiten Sonntag der Osterzeit ist das noch spürbar. Im Tagesgebet heißt es: „Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier erneuerst du den Glauben deines Volkes. Lass uns immer tiefer erkennen, wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat, wie mächtig dein Geist, aus dem wir wiedergeboren ist, und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.“ Wieder ist die Taufe Thema – als Bad, das reinigt und den Menschen gleich einer Wiedergeburt neu auf die Welt kommen lässt. Ostern ist damit auch eine Zeit der Tauferinnerung – an die eigene Taufe, aber vor allem an die Konsequenz, die sich daraus ergibt. Wer getauft ist, gehört zu Jesus Christus – im Tod und im Leben.