News Bild Durch das Beispiel des Hl. Erhard Hilfe erfahren – Festgottesdienst zu Ehren des Hl. Erhard in der Niedermünsterkirche

Durch das Beispiel des Hl. Erhard Hilfe erfahren – Festgottesdienst zu Ehren des Hl. Erhard in der Niedermünsterkirche

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(pdr) Zum Fest des Hl. Erhard sind am Donnerstagabend zahlreiche Gläubige in die Niedermünsterkirche zu einem Pontifikalgottesdienst mit Weihbischof Vinzenz Guggenberger zusammen gekommen. Der Hl. Erhard zählt neben dem Bistumspatron, dem Hl. Wolfgang, und dem Hl. Emmeram zu den bedeutendsten Diözesanheiligen. Seit dem Jahr 994 wird sein Todestag, der 8. Januar, als Festtag des Hl. Erhard gefeiert.

Weihbischof Guggenberger wies in seiner Predigt auf die lange Tradition der Verehrung hin. So liegen die Reliquien des Hl. Erhards seit der Grablegung um 700 n. Chr. bis heute an derselben Stelle, der Nordwand der heutigen Niedermünsterkirche. Auch der Hl. Wolfgang, von 972 - 994 Bischof von Regensburg, verehrte ihn. In einer Urkunde aus dem Jahr 973 wird der Orden der Kanonissen als „Schwestern der Heiligen Maria und des Heiligen Erhard“ bezeichnet – obschon die Heiligsprechung offiziell erst am 8. Oktober 1052 durch Papst Leo IX. geschah. Um die Jahrtausendwende wird Ehrhard auch erstmals auch in liturgischen Büchern und Kalendarien aufgeführt. In einem Gebet des Bischofs Wolfgang heißt es am Gedenktag des Hl. Erhard: „Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: Die ehrwürdige Feier Deines seligen Bekenners Erhard mehre in uns die Hingabe und das Heil“. Das Vorbild des Hl. Erhard sei gerade in der Hingabe an Gott zu sehen. „Erhard war ein Hirt nach dem Herzen Gottes, er wollte den Menschen dienen mit der Liebe Gottes“, so Weihbischof Guggenberger. „Diese Hingabe ist für uns alle ein Vorbild, unsere Antwort auf die großen Gaben, die Gott uns geschenkt hat.“ Hingabe bedeute Dienstbereitschaft an Gott, so wie sie Erhard gelebt habe.

Seiner Herkunft nach stammte Erhard aus Südfrankreich, aus der Stadt Narbonne. Er verließ seine Heimat und nahm die Mühe der Missionspredigt auf sich. Zunächst missionierte er im Elsass, wo er sieben Klöster gründete. Um das Jahr 670 heilte er die blindgeborene Tochter Odilia des Herzogs Athich in einem von ihm gegründeten Kloster. Daraufhin wurde er, vermutlich durch den Herzog, nach Regensburg berufen. Unter Schmerzen – Erhard litt in den letzten Jahren seines Lebens unter Arthrose – kam er in Regensburg bis zu seinem Tod der Missionsaufgabe nach. Die Wirkung dieser Hingabe sei, so Weihbischof Guggenberger, das Heil, die Hilfe Gottes. „Die Hingabe können wir vom Hl. Erhard lernen, um so des Heiles sicher sein zu können.“

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten zahlreiche Gläubige die Möglichkeit, sich das durch ein Glas sichtbare Kopfreliquiar des Hl. Erhard auflegen zu lassen. Zuvor war es dafür aus dem Metallschrein an der Nordwand der Niedermünsterkirche entnommen worden. Erhard gilt als Helfer und Bewahrer vor Kopfweh und Augenleiden. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Regensburger Domspatzen. Unter Domkapellmeister Roland Büchner sangen sie die Messe „In gloria Dei“ von Franz Lehrndorfer.