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Dominikus: Ein einfacher Wanderprediger

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Mit besonderem Blick auf den Dominikanerorden hatten Ordinariatsrätin Maria Luisa Öfele und Weihbischof Dr. Josef Graf zum diesjährigen Ordenstag im Bistum Regensburg eingeladen. Der Ordenstag fand dieses Jahr mitten in der Wolfgangswoche statt. Diese steht heuer unter dem Motto: „Barmherzig wie der Vater“. Doch nicht nur das Thema Barmherzigkeit stand auf der Tagesordnung, sondern auch das 800jährige Jubiläum des Dominikanerordens wurde aufgegriffen.

800 Jahre Dominikanerorden

Im Bistum Regensburg wird dieses besondere Jubiläum mit der Ausstellung „Mehr als Schwarz & Weiß. 800 Jahre Dominikanerorden“ gefeiert. Von Mitte Mai bis Mitte August 2016 findet im Kreuzgang der Dominikanerkirche St. Blasius  und den angrenzenden Räumen eine Ausstellung über den Dominikanerorden statt mit besonderer Betonung seiner Präsenz in Regensburg und einem umfangreichen Begleitprogramm an verschiedenen Orten der Stadt.

Weihbischof Dr. Josef Graf begrüßte die rund 150 angereisten Ordensmitglieder der verschiedensten Gemeinschaften im Bistum Regensburg. Anschließend hielt derMoraltheologe Pater Prof. em. Dr. Herbert Schlögel OP einen Festvortrag zum Thema: „Das Jahr der Barmherzigkeit- Auch mit dominikanischen Facetten“.



Im Anschluss an den Festvortrag stellten verschiedene dominikanische Gemeinschaften ihren Lebens- und Arbeitsalltag vor. Sie erläuterten ebenfalls, wie sie versuchen das Thema Barmherzigkeit in ihrem täglichen Arbeits- und Ordensleben umzusetzen.

Den Höhepunkt bildete der festliche Pontifikalgottesdienst in der Basilika St. Emmeram. Die Festpredigt hielt Dominikanerpater Prof. Dr. Wolfgang Spindler. Er ist als Seelsorger an der Münchner Theatinerkirche tätig und Professor für Politische Philosophie und Sozialethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten.

Einfacher Wanderprediger

In seiner Predigt ging Pater Spindler vor allem auf das Wirken des Ordensgründers ein. Dominikus gab den Menschen seiner Zeit wieder neue Hoffnung und richtete sie wieder auf, so Prof. Spindler. Die Menschen zu dieser Zeit schenkten der Kirche keinen Glauben mehr und wandten sich immer mehr von ihr ab.

Dominikus überzeugte die Menschen, in dem er ihnen die frohe Botschaft überbrachte. Nicht fordernd, oder drohend, sondern als einfacher Wanderprediger. Ausgerüstet mit guten Argumenten, die er und seine Brüder aus dem Studium der Heiligen Schrift und der neu aufblühenden Wissenschaften schöpften.


Dominikus lässt sich berühren

 

Er lässt sich von materieller Not berühren, aber was in seiner Zeit noch wichtiger war und auch heute wieder so bedrängend ist von aller seelischen und religiösen Not.

Damals wie heute sind Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Depression, Verzweiflung, das Gefühl totaler Sinnlosigkeit, das große Elend der Menschen. Elend ist das Urgegenteil von Glück, so der Dominikanerpater. Jesus war ein Mensch, der sich dieses Elends annahm und eben diesem Jesus eiferte Dominikus in seiner Weise nach. Sein Predigerorden diente von Anfang an dem einen Zweck: Sich wie Jesus den Menschen zu erbarmen und durch die Verkündigung des Evangeliums das Erbarmen Gottes zu erlangen.

Er hat schlicht und einfach den Auftrag Gottes in seiner Zeit umgesetzt: Die Frohe Botschaft zu verkünden !

Für einen Hauch Weltkirche sorgten während des Gottesdienstes vietnamesische und simbabwische Schwestern, die mit Gesängen aus ihrer jeweiligen Heimat den Gottesdienst mitgestalteten. Im Anschluss an den Pontifikalgottesdienst ließen alle Teilnehmer den Ordenstag in gemütlicher Runde im Pfarrgarten von St. Emmeram ausklingen.