News Bild “Diesen Mann hat uns der Himmel geschickt!“: Requiem für Heinz Süss in Schwandorf

“Diesen Mann hat uns der Himmel geschickt!“: Requiem für Heinz Süss in Schwandorf

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Hunderte Trauernde nahmen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche Herz Jesu in Schwandorf Abschied von Heinz Süss (1941-2016). Der langjährige Vorsitzende des Kolping-Diözesanverbandes Regensburg war in der Nacht von Sonntag auf Montag überraschend im Alter von 75 Jahren verstorben und wurde bei der Trauerfeier am Donnerstagvormittag  von Vertretern aus Kirche und Politik für  seine großen Verdienste  um Kirche und Gesellschaft gewürdigt. Auch Bischof Rudolf Voderholzer war als Hauptzelebrant zum Requiem für Heinz Süss nach Schwandorf gekommen. Für den Regensburger Oberhirten war es der erste Besuch in der  Pfarreikirche Herz Jesu.

 

„Wir trauern nicht nur um einen Vorgesetzten, sondern um einen Freund!“

Das Requiem begann mit dem beeindruckenden Einzug unzähliger Kolping-Fahnenträger, die den gesamten Kircheninnenraum füllten. Für Bischof Rudolf Voderholzer ein sichtbares Zeichen für die Lebendigkeit der kirchlichen Verbände im Bistum Regensburg, was er  zu Beginn der Heiligen Messe auch klar für alle Anwesenden zum Ausdruck brachte: „Ich möchte allen kirchlichen Vereinen und Verbänden dafür danken, dass Sie sich sichtbar als Weltchristen für Menschen und Welt einsetzen. Ihr Engagement ist kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger Dienst an der Gesellschaft.“ Für den Regensburger Oberhirten war es außerdem der erste Besuch der  Pfarreikirche Herz Jesu in Schwandorf.

In seiner Predigt erinnerte  Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel an das Leben und die Verdienste von Heinz Süss, der für sein Engagement viele Auszeichnungen erhielt, wie zum Beispiel die Wolfgangsmedaille des Bistums Regensburg oder auch das Bundesverdienstkreuz. Doch Diözesanpräses Wissel fügte gleich hinzu, dass, wenn man über die gesamten sozialen Verdienste von Heinz Süss reden wolle „wir noch bis morgen früh hier wären“. Er nannte als Beispiele dessen Eintreten für die 2008 erfolgte Einführung des diözesanen „Tages der Ehejubilare“, an welchem tausende Eheleute, die 25, 40, 50, 60,62 und sogar 65 Jahre lang verheiratet sind, nach Regensburg reisen um sich im Dom St. Peter vom Bischof segnen zu lassen oder das vor über 40 Jahren eingeführte „Schwandorfer Adventssingen“, welches auf Initiative von Heinz und Gertraud Süss sich zu einem wichtigen kirchlichen Termin und Dauerbrenner entwickelt habe. Heinz Süss sei ein Mensch mit genauen Vorstellungen, starkem Profil sowie mit Ecken und Kanten gewesen, so Diözesanpräses Wissel weiter – beste Voraussetzungen, um ein guter Vorsitzender zu sein. Sein Einsatz und sein Engagement, aber auch seine Menschlichkeit  werde fehlen, so Stefan Wissel an  Frau Gertraud und deren Familie gerichtet: „Danke, dass wir Ihren Ehemann und Großvater mit Ihnen teilen durften!“ Diözesanpräses Wissel schloss seine Predigt mit den Worten: „Heinz. Leb wohl, bet für uns. Treu Kolping!“

 

Einmal Kolping – immer Kolping

Viele Würdenträger des Kolpingwerkes auf diözesaner, Landes- und  Bundesebene, aber auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft erinnerten an den Weg von Heinz Süss innerhalb der Kolping-Familie: Über den Beginn seines  55 Jahre währenden Engagements für Kolping, dass durch das  mit 19 Jahren ausgesprochene „Treu Kolping“ begann, die tiefe Prägung durch den seligen Adolph Kolping selbst - zusammengefasst in den Aussprüchen „Wir denken füreinander und stehen zueinander“ und „Frohe Herzen öffnen sich leicht und verstehen einander“ -  sowie seine Zeit als Kolping-Diözesanvorsitzender ab 2005, in der er Chef von rund 19.000 Kolpingschwestern und -brüdern, die in 152 Kolpingsfamilien organisiert und in 15 Bezirksverbänden gegliedert sind, gewesen ist. Heinz Süss war in all den Jahrzehnten seines Engagements nicht nur ein gläubiger Christ und treusorgender Ehemann und Familienvater, sondern über seine Vorstandstätigkeit hinaus auch ein begnadeter Organisator zahlreicher Veranstaltungen und Reisen für die Mitglieder im Diözesanverband, so z.B. Europa-Fahrten für Vorstände, Gesundheitstage, Schifffahrten für Senioren und „Tage der Treue“ im Kolping-Ferienhaus Lambach, für dessen Unterstützung und Belegung er unermüdlich warb und arbeitete. Noch vom 29. Februar bis 3. März hatte er bereits zum 4. Mal die „Tage der Treue“ für 60 langjährige Kolpingmitglieder aus der gesamten Diözese mit seiner Gattin Gertraud organisiert und geleitet. 

„Diesen Mann hat uns der Himmel geschickt!“ fasste einer der Trauerredner, Dekan Johann Amman, das Leben und Wirken von Heinz Süss zusammen – und niemand unter den Anwesenden und Trauernden in der Pfarrkirche Herz Jesu in Schwandorf konnte oder wollte da wiedersprechen.

 

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