News Bild Die Stimme an der Seite der Patienten - Katholische Akademie Regensburg qualifizierte zum ersten Mal 17 Patientenfürsprecher

Die Stimme an der Seite der Patienten - Katholische Akademie Regensburg qualifizierte zum ersten Mal 17 Patientenfürsprecher

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17 Teilnehmer haben kürzlich die Basisqualifikation zum Patientenfürsprecher erfolgreich beendet. Der Kurs wurde zum ersten Mal von der Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Regensburg angeboten. Er umfasste insgesamt vier Tage. Einige Absolventen waren bereits als Patientenfürsprecher tätig, andere bereiten sich gerade auf die Übernahme dieses Ehrenamts vor.

Patientenfürsprecher stehen den Patienten zur Seite, greifen deren Anliegen und Problematiken auf und wirken vermittelnd zwischen allen Beteiligten. Problemlagen können dann rechtzeitig erkannt und gelöst werden. Zum werden dann auch langwierige und kostenintensive Rechtsstreitigkeiten vermieden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die auch viele Fähigkeiten verlangt. „Das geht nicht ohne entsprechende Qualifizierung“, sagte Kursleiterin Ursula Franke. Gemeinsam mit Sonja von Stetten ist sie inhaltlich für die Qualifizierung verantwortlich. Die Rückmeldungen den Kursteilnehmer waren durchwegs positiv. „Ein guter Einstieg in die eigentliche Arbeit“, „Ich habe mehr Sicherheit“, „Ich habe Fortschritte in der Gesprächsführung gemacht und gute Tipps beim Zuhören bekommen“. Über ihre Rollen- und Aufgabenklärung hinaus konnten die Teilnehmer vor allem die Beratungs- und Moderationskompetenzen der Leute vertiefen und erweitern, so Franke. Die nächste Qualifikation beginnt am 28. April 2015. Über diese Basisqualifikation hinaus ist jährlich auch ein Aufbautag oder ein Forum für Patientenfürsprecher geplant.

2004 richtete die Bundesregierung das Amt eines Patientenbeauftragten ein. Am 26. Februar 2013 trat dann das Patientenrechtegesetz in Kraft. Es stärkte die Rechte des Patienten erheblich. In vielen Bundesländern ist die Bestellung von Patientenfürsprechern im Krankenhaus gesetzlich verankert. In Bayern haben sich das Gesundheitsministerium und die Bayerische Krankenhausgesellschaft darauf geeinigt, die Bestellung eines Patientenfürsprechers auf freiwilliger Basis den Einrichtungen zu überlassen. Die Vereinbarung sieht neben dem bekundeten Willen in den Kliniken einen unabhängigen „Patientenfürsprecher“ einzusetzen, auch deren qualifizierte Basisausbildung vor. Um Patientinnen und Patienten zur Seite zu stehen, deren Anliegen und Problematiken aufzugreifen und vermittelnd zwischen allen Beteiligten zu wirken, braucht es solch eine Qualifizierung.
Informationen zum Angebot der Akademie gibt es im Internet unter www.kap-regensburg.de.