News Bild Die Regensburger Dombauhütte ist Immaterielles UNESCO-Kulturerbe

Die Regensburger Dombauhütte ist Immaterielles UNESCO-Kulturerbe

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Bayerns Bauhüttenwesen ist Immaterielles UNESCO-Kulturerbe: In den Staatlichen Dombauhütten in Bamberg, Passau und Regensburg lebt die mittelalterliche Handwerkskunst weiter. Seit Februar 2019 sind die drei Dombauhütten als Gutes-Praxis-Beispiel der Erhaltung lebendiger Traditionen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.

 

Anerkennung für eine wertvolle Tradition

Bayerns Bauminister Hans Reichhart überreichte aus diesem feierlichen Anlass heute in Regensburg an die Dombauhüttenmeister von Regensburg, Passau und Bamberg die offizielle Zertifizierungsplakette. In seiner Rede ging Minister Reichhart auf die bald 100 Jahre lange Erhaltungsarbeit und die Bedeutung der Dombauhütten für Bayerns Baukultur ein:  "In den heutigen Dombauhütten lebt die mittelalterliche Steinmetzkunst weiter. Mit viel handwerklichem Geschick und fachlichem Wissen sichern sie den Bestand ihrer Dome und damit ein wichtiges Stück Baukultur in Bayern. Ich freue mich, dass die UNESCO diese wertvolle Tradition anerkennt." Die Dome, so Reichhart weiter, seien Wahrzeichen ihrer Städte. Die handwerkliche Arbeit der Dombauhütten bilde auch das sichere Fundament für das geistige Wirken im Inneren des Domes. Diese Zusammenarbeit kennzeichne damit das gute Verhältnis zwischen Staat und Kirche.

Ein sicheres Dach über dem Kopf

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen freute sich über die Ehrung: "Die Auszeichnung für die Dombauhütte macht auch uns stolz. Wir sind dankbar für die Unterstützung und dass wir ein sicheres Dach über dem Kopf haben, wenn wir uns drinnen zum Gottesdienst versammeln dürfen". Im Anschluss hatten die anwesenden Gäste und Journalisten die Gelegenheit im Rahmen einer  Führung das Innere der Dombauhütte zu besichtigen und Einblick in die Arbeit der Steinmetze zu gewinnen.

Die Dombauhütten in Regensburg (1923 gegründet), Passau (1928 gegründet) und Bamberg (1929 gegründet) gehen auf frühe mittelalterliche Kirchenbauten zurück. Sie sichern den Bestand ihrer Dome, indem sie tradiertes Wissen mittelalterlicher Steinmetzkunst bewahren, Ausbildungs- und Vermittlungsarbeit leisten und sich mit Dombauhütten in ganz Europa vernetzen.