News Bild „Die Menschwerdung Gottes ist eine unverbrüchliche Tatsache“

„Die Menschwerdung Gottes ist eine unverbrüchliche Tatsache“

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(pdr) Am Ersten Weihnachtsfeiertag hat Bischof Gerhard Ludwig Müller im übervoll besetzten Hohen Dom St. Peter in Regensburg ein Pontifikalamt gefeiert. Nachdem zuvor das Johannesevangelium von der Fleischwerdung des göttlichen Wortes verkündet worden war, sagte Bischof Gerhard Ludwig in seiner Predigt: „Es lohnt sich, mit der ganzen Kraft der menschlichen Vernunft klar zu werden, dass wir es angesichts von Weihnachten nicht mit einem bloßen Gedankengebilde zu tun haben, sondern mit der Wirklichkeit und Tatsächlichkeit der Erlösung des Menschen.“ Die Menschwerdung Gottes nannte der Bischof eine „unverbrüchliche Tatsache“, einen „Fels und Grund“ unseres Glaubens. Wenn Gott in seiner Menschwerdung so nahe kommt, dann könne der Mensch aber nicht länger einen „müden Skeptizismus und einen lauen Nihilismus“ pflegen.

Bischof Gerhard Ludwig sprach sich gegen die Aussagen eines Bestseller-Autors aus, wonach der menschliche Geist nicht fähig sei, über die Grenzen der materiellen Erscheinungen hinaus nach dem Grund von Sein überhaupt und nach dem Sinn der menschlichen Existenz als Person, als Geist- und Kulturwesen zu fragen. „Was bleibt da noch von der Würde des Menschen?“, so Bischof Gerhard Ludwig. Die unantastbare Würde des Menschen sei vielmehr darin begründet, dass er von einem personalen Schöpfergott zur Liebe berufen ist. „Der Mensch existiert aus Liebe und wegen der Liebe, die ihn vollendet“, sagte der Bischof weiter. Der Geist erleuchte die Herzen der Menschen, „damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind“. Die Regensburger Domspatzen sangen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner. (ven)