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„Die Menschwerdung Gottes bringt Bewegung in die Welt“

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Bischof Rudolf besuchte die Ausstellung „Tirschenreuther Landschaftskrippen aus drei Jahrhunderten“

Am vergangenen Freitag hat Bischof Rudolf Voderholzer die Eröffnung der Krippenausstellung in Tirschenreuth besucht. Er wurde dort zunächst in der Mittelschule mit adventlichen Liedern von den „Pfarreispatzen“ empfangen und bedankte sich in seiner Begrüßungsrede bei allen Beteiligten herzlich für die Einladung. Die Ehrenschirmherrschaft für diese Veranstaltung zu übernehmen habe ihn als Krippenfreund besonders gefreut. Das folgende Krippenspiel der Mittelschüler und die anschließende Ausstellung der „Tirschenreuther Landschaftskrippen aus drei Jahrhunderten“ sei eine gute Gelegenheit, sich die wahre Bedeutung der Adventszeit bewusst zu machen.

Der Regensburger Oberhirte erklärte anschaulich, dass die Wochen vor Weihnachten für die Menschen noch nie ruhig gewesen seien, denn „die Menschwerdung Gottes bringt Bewegung in die Welt“. So machten sich zum Beispiel die Hirten gerade eilig auf den Weg, um dem neuen, hellen Stern zu folgen und dann das erste Weihnachtsgeschenk der Welt zu sehen – Jesus Christus in einer Krippe. Dies sei auch der eigentliche Anlass dafür, warum wir uns an Weihnachten beschenken: aus Freude über die Geburt Christi. Und aus diesem Grund war es Bischof Rudolf besonders wichtig, die Schüler und alle anderen Besucher daran zu erinnern, bei der Vorbereitung auf Weihnachten nicht die Mitte zu verlieren. Krippenspiel und -ausstellung sollen somit allen dabei helfen, sich auf die echte Freude am Heiligabend vorzubereiten.
Es folgte ein gelungenes Krippenspiel der Mittelschule Tirschenreuth, das nach einer Vorlage der NS-Widerstandskämpferin Alma de l’Aigle gestaltet wurde und das Publikum nachdenklich stimmte. Im Anschluss folgten die Besucher dem Lichterweg in das nahe gelegene Museumsquartier. Dort findet alle fünf Jahre das „Krippen Schau’n“ statt. Gezeigt werden Landschaftskrippen aus den vergangenen drei Jahrhunderten, die alle aus der Region rund um Tirschenreuth stammen. Die Besucher erwarten viele kunstvoll gestaltete Krippen, von denen die größte mit über 600 handgeschnitzten Figuren auf rund fünf Metern Länge ihren Platz einnimmt. Neben alten Familienerbstücken werden auch die Werke aktueller Künstler ausgestellt, ebenso wie eine Papierkrippe oder eine exotische Indianerkrippe. Bischof Rudolf zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Krippen und hörte interessiert ihren „Erbauern“ zu, die gerne die einzelnen Szenen und die Tradition ihrer Krippe erläuterten.

Bis zum 19. Januar können alle Interessierten die Ausstellung besuchen und, womöglich von ihr inspiriert, einen Weg zur eigenen Mitte in der Weihnachtszeit finden.