News Bild Die große Bühne für den stillen Beter – Zum Todestag von Francisco Marto (1908-1919)

Die große Bühne für den stillen Beter – Zum Todestag von Francisco Marto (1908-1919)

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Francisco Marto verstarb vor rund hundert Jahren, am 4. April 1919, einen Tag nach seiner Erstkommunion. Heute ruhen seine Gebeine in der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in Fatima nur wenige Schritte neben dem Ort, an dem im Jahr 1917 die Gottesmutter den drei Seherkindern von Fatima erschienen war: Lucia, Jacinta – und Francisco.

Die beiden jüngeren Seherkinder Jacinta und Francisco hat Papst Franziskus am 13. Mai 2017 heiliggesprochen.

 

Ein einfacher Junge

Francisco war ein Kind aus einfachen Verhältnissen. Seine Eltern waren arm, zuhause gab es nur das Nötigste. Mit nur 8 Jahren begann Francisco die Schafherde seiner Eltern in der Cova da Iria zu hüten, wo er, in Begleitung seiner Schwester Jacinta und seiner Cousine Lucia, die Erscheinungen der Gottesmutter sah.

Doch während diesen Erscheinungen kam nicht allen drei Kindern die selbe Rolle zu. Lucia konnte die Gottesmutter hören und sprach mit ihr. Jacinta hörte sie zwar, sprach aber nicht. Francisco konnte die Gottesmutter weder hören, noch mit ihr sprechen. Ihm scheint die „Außenseiterrolle“ zuzukommen.

Der Heilige im Hintergrund

Infolge der Erscheinungen prägte sich für jedes der drei Kinder die persönliche Berufung auf spezifische Art und Weise heraus. Francisco spürte den Aufruf zur Anbetung und Kontemplation. Oft zog er sich hinter einem Felsen oder auf einem Hügel zurück, um alleine zu beten. In der Stille der Pfarrkirche harrte er viele Stunden aus, um Jesus im Allerheiligsten Sakrament Gesellschaft zu leisten. Es war sein unaufhörlicher Wunsch, den Herrn angesichts all der Sünden der Menschen zu trösten.

Sein kontemplativer Charakter zeigt sich auch auf dem Porträt, das anlässlich der Heiligsprechung an der Rosenkranzbasilika in Fatima angebracht wurde. Körperhaltung und Mimik sind beinahe detailgetreu an die historischen Fotografien angelehnt und mit einem aussagekräftigen theologischen Programm versehen. Franciscos Augen sind zum Himmel gerichtet. Ganz ins Gebet vertieft, lässt er den Rosenkranz in seiner Hand nach unten gleiten.

Francisco ist der Heilige im Hintergrund. Sein Gebet braucht keine großen Worte. Es braucht keinen Lautsprecher, keine große Bühne. Und trotzdem ist es unendlich wertvoll. Papst Johannes Paul II. hat das anlässlich Franciscos und Jacintas Seligsprechung so formuliert: „Die Kirche will mit diesem Ritus diese zwei Kerzen auf den Leuchter stellen, die Gott entzündet hat, um die Menschheit in ihren dunklen und sorgenvollen Stunden zu erleuchten.“

Erleben Sie den Erscheinungsort hautnah und beten Sie am Grab der heiligen Seherkinder: die Pilgerfahrt des Institutum Marianum Regensburg im September 2019 macht es möglich. Jetzt anmelden!

Franciscos Todestag ist kommende Woche, am 4. April. Die Kirche gedenkt seiner am 20. Februar.