News Bild „Die großartige Erfüllung des christlichen Auftrags wird möglich durch den Einsatz vieler engagierter Katholiken“

„Die großartige Erfüllung des christlichen Auftrags wird möglich durch den Einsatz vieler engagierter Katholiken“

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(pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller hat am Festtag des heiligen Papstes Silvester im vollbesetzten Hohen Dom St. Peter mit mehr als 1500 Gläubigen ein feierliches Pontifikalamt zum Jahresschluss gefeiert. Rückblickend auf das Jahr 2008 zeigte sich Bischof Gerhard Ludwig Müller besorgt darüber, dass auch im vergangenen Jahr Hass und Unfrieden in der Welt vorherrschten: „Wir mahnen und beten, dass die Spirale des Hasses und der Gewalt zwischen Israelis und den Palästinensern überwunden werden kann. Wir mühen uns um die freie Religionsausübung für Christen in islamisch und buddhistisch geprägten Ländern, wo Menschen für die Hinkehr zu Christus getötet oder zum Abfall von der Kirche gezwungen werden.“ Aber auch im eigenen Land, so Bischof Gerhard Ludwig, bedürfe es des Gebets um Frieden und Heil. Eingehend auf den neonazistischen Anschlag auf den Polizeichef von Passau vor einigen Wochen, geißelte Bischof Gerhard Ludwig Müller jegliche Form rechtsradikaler Umtriebe und Organisationen in Deutschland und forderte deren Verbot: „Das sind wir allein schon unserem guten Ruf schuldig, den die Greuel der Naziherrschaft auf Jahrhunderte hinaus ruiniert haben“, so der Regensburger Oberhirte. Dabei kritisierte Bischof Gerhard Ludwig Müller den Umgang der Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft mit rechtswidrigen Organisationen: „Es ist nicht nachvollziehbar, wenn Politiker das Grundrecht der Religionsfreiheit für Christen einschränken wollen und Gerichtsurteile in Deutschland das Selbstbestimmungsrecht der Kirche mit staatlicher Rechtssprechung aushöhlen wollen, man gleichzeitig aber das Verbot verfassungsfeindlicher Parteien nicht aus Mangel an Sachbeweisen, sondern an formaljuristischen Hürden scheitern lässt.“
Anstatt die Kirche in ihrem karitativen Wirken zu unterstützen, würden ihr viele Menschen Widerstand und Ablehnung entgegenbringen und nicht erkennen, dass die Kirche unermesslich viel Gutes in ihrem Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit, den Schutz des Menschen bis hin zu ihrem Einsatz in den Schulen, der Caritas und der Jugendfürsorge für die Behinderten und Benachteiligten bewirke. Dabei zeigte sich der Regensburger Oberhirte froh und dankbar über die vielen engagierten Mitarbeiter, die sowohl hauptberuflich als auch ehrenamtlich in der Diözese wirkten: „Ich spreche erneut meinem Klerus und allen Mitarbeitern in der Pastoral, den Schulen und im karitativen Dienst mein Vertrauen und meine Dankbarkeit aus. Ohne die Abertausenden von ehrenamtlich engagierten Laien in den Pfarreien und Verbänden wäre die so großartige Erfüllung unseres christlichen Auftrages in der Welt in nicht möglich.“ Gerade in der Stadt Regensburg sei spürbar, was viele engagierte Katholiken für das öffentliche Wohl in Kultur, Wissenschaft, Sozialarbeit und Krankendienst leisteten. Daher blickte Bischof Gerhard Ludwig Müller zuversichtlich auf die Stadtmission, die im Frühjahr 2009 ihren Höhepunkt findet: „Mission bedeutet, den anderen von der Herrlichkeit und Freiheit der Kinder Gottes zu erzählen, sich für das Wohl der Stadt und des Landes einzusetzen. Wir demonstrieren, dass es möglich ist, friedlich und respektvoll mit allen Menschen auch anderen Glaubens und ohne Glauben zusammenzuleben. Nicht die Zyniker und Menschenverächter sollen das letzte Wort behalten. Wir setzen uns ein für die freie Verkündigung des Evangeliums und lassen uns im Einsatz für soziale Gerechtigkeit und die Solidarität mit den Armen und Benachteiligten so schnell nicht übertreffen“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller abschließend.