News Bild „Die Bitten der Gläubigen um Priesterberufungen wurden erhört“

„Die Bitten der Gläubigen um Priesterberufungen wurden erhört“

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Als Höhepunkt der Wolfgangswoche hat Bischof Gerhard Ludwig am heutigen Samstag im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg sechs Diakonen das Sakrament der Priesterweihe gespendet. „Lassen wir uns vom Mitleid Christi für die Menschen berühren und seien wir ihnen gute Hirten“, sagte Bischof Gerhard Ludwig den Weihekandidaten. Die Kathedrale war überfüllt mit Gläubigen, die aus dem ganzen Bistum gekommen waren. Die Kandidaten traten einzeln vor den Bischof und bekundeten ihre innere Bereitschaft zum Dienst an der Kirche in Einheit mit dem Bischof und sagten: „Ich bin bereit.“ Regens Martin Priller erklärte gegenüber dem Bischof, dass das Volk und die Verantwortlichen befragt worden und die Kandidaten für würdig befunden worden seien, die Weihe zu empfangen. Auf die Weihe durch die Handauflegung folgten Riten, die das Geschehen und den Auftrag der Priester ausdeuten. Die jungen Männer wurden mit Stola und Messgewand bekleidet, die Hände wurden ihnen gesalbt. Aus der Hand des Bischofs erhielten sie Hostienschale und Kelch zur Feier der Eucharistie. Mit dem Friedensgruß, der Umarmung durch den Bischof und die anwesenden Priester, endete die Weihehandlung.

Die Neupriester sind Thomas Gleißner aus Niedermurach, Johannes Kiefmann aus Oberviechtach, Alexander Kohl aus Sulzbach-Rosenberg, Thomas Richthammer aus Nabburg, Markus Urban aus Waldmünchen und Hans-Jürgen Zeitler aus Train. Sie waren 2006 in Waldmünchen durch Bischof Gerhard Ludwig zu Diakonen geweiht worden. Wenige Monate zuvor hatte für die Kandidaten das Pastoraljahr begonnen, in dem sie wertvolle praktische Erfahrungen in der Seelsorge sammeln konnten.

In seiner Predigt während der Pontifikalmesse sagte Bischof Gerhard Ludwig, angesichts der im Verhältnis zu früheren Jahren erheblich kleineren Zahl der Weihekandidaten heute könne man traurig und müde werden. Jedoch habe Jesus selbst festgestellt, dass es immer zu wenig Arbeiter gebe und wir darum den Herrn der Ernte bitten sollten, dass Er Arbeiter für seine Ernte aussende, so Bischof Gerhard Ludwig. „Statt über den Mangel an Priester- und Ordensberufen zu klagen und wortreich die Ermäßigung der Zulassungsbedingungen zu wiederholen, hat er uns die Bitte und das Gebet um Priesterberufungen aufgetragen.“ Im Fall der sechs Neupriester habe er die inständigen Bitten der Gläubigen erhört.

Der Bischof bat die Weihekandidaten und alle, die sich im Priesterseminar auf das Priestertum vorbereiten oder in sich eine Berufung spüren, „großherzig das Leben in den Dienst seines Reiches und Evangeliums zu stellen“. Zuerst gehe es nicht um Seelsorgeeinheiten, sondern um Seelsorger, die die Menschen zu Christus, dem guten Hirten, hinführen.

Während des Pontifikalamtes sangen die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner Werke von Johann Singenberger, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Josef Renner jun., Josef Hanisch, Albert Becker, Franz Liszt und Jules van Nuffel. Die Orgel spielte Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber. Am Nachmittag wurde in der Basilika St. Emmeram eine Dankandacht mit den Neupriestern gefeiert, die den Primizsegen erteilten. Den Primizsegen erteilten die jungen Priester ebenfalls im Rahmen der Dankvesper, die am Abend in St. Jakob gefeiert wurde. Im Herbst werden sie ihre erste Kaplanstelle in der Pfarrei erhalten.