News Bild „Der schmale Weg ist der Weg Christi“

„Der schmale Weg ist der Weg Christi“

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(pdr) Anlässlich des Jubiläums der Profess von 27 Mallersdorfer Schwestern vor 40 Jahren hat Bischof Gerhard Ludwig Müller in Mallersdorf in Anwesenheit des Kardinal-Erzbischofs von Madrid, Antonio Maria Rouco Varela, ein Pontifikalamt gefeiert. Weitere vier Schwestern feierten das Jubiläum ihrer Profess vor 25 Jahren.

In seiner Predigt hob Bischof Gerhard Ludwig die drei Evangelischen Räte der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams hervor und stellte sie der herrschenden Selbstverwirklichungsideologie entgegen. Er erinnerte an die vielen Gläubigen in den Orden, die, arm, ehelos und gehorsam, ihr ganzes Leben großmütig in der Sorge um andere Menschen eingesetzt haben und heute noch einsetzen. „Diese Verdienste lassen wir uns nicht kleinreden“, so Bischof Gerhard Ludwig. Er verwahrte sich gegen Aussagen, wonach Ordensleute früher vor allem aus „soziologischen Gründen“ in eine Gemeinschaft eingetreten seien. „Dies zu behaupten ist eine schwere Ungerechtigkeit gegenüber allen, die aus Liebe zu Jesus Christus den Weg der besonderen Nachfolge gegangen sind.“

In der Nachfolge Christi sein Leben in einer Ordensgemeinschaft, im Priestertum oder auch als Eheleute aufzuopfern, mache „keineswegs unglücklich“, sondern erfülle den Menschen zutiefst, so der Bischof. Auch heute könne man jungen Menschen diese Lebensformen „zumuten“. Der Bischof rief dazu auf, sich „von den Fesseln des falschen Welt- und Menschenbildes zu befreien“, und stellte den Tendenzen der Selbstbezogenheit und des Eigengenusses die christliche Liebe mit den Worten des Apostels Paulus entgegen: „Die Liebe Christi drängt uns.“

Der Bischof von Regensburg dankte den Jubelschwestern „für alles, was Sie in den vergangenen 40 und 25 Jahren am Aufbau des Reiches Gottes selbstlos gewirkt haben“. Er rief dazu auf, sich die Berufung durch innere Zweifel nicht „zernagen“ zu lassen. „Wir gehen den schmalen Weg, weil es der Weg Christi ist“, so der Bischof. Im Gegensatz zur heidnischen Lebensweise, die dem Menschen keine höhere Bestimmung zuerkennt, sei die christliche Lebensweise aber sinnerfüllt. (ven)