„Der Rosenkranz ist ein großer Schatz“ - Bischof Rudolf Voderholzer besuchte das Kloster Speinshart

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Bischof Rudolf Voderholzer hat am vergangenen Sonntag das Klosterdorf Speinshart im Landkreis Neustadt an der Waldnaab anlässlich des Rosenkranzfestes besucht. Er wurde in der Pfarrgemeinde freudig begrüßt. Mit Abt Hermann Josef Kugler, Abt von Windberg und Administrator von Speinshart, Dekan Thomas Jeschner aus Eschenbach sowie weiteren Prämonstratenser-Chorherren zelebrierte der Bischof das Pontifikalamt am Sonntagvormittag in der Klosterkirche.

Abt Hermann Josef Kugler ging in seiner Begrüßung auf die besondere Bedeutung des Rosenkranzfestes für das Kloster Speinshart ein. 92 Jahre zuvor, am Rosenkranzsonntag 1921, war das Kloster vom Stift Tepl aus wiederbesiedelt worden. Es gibt eine Rosenkranz-Bruderschaft, der sich viele Gläubige aus der Region verbunden fühlen. Bischof Rudolf brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, an diesem für die Region so bedeutenden kirchlichen Fest in Speinshart zu sein. Er berichtete, dass er als Kind immer wieder in Tepl gewesen sei.

In seiner Predigt hob der Bischof die Bedeutung des Rosenkranzgebetes hervor. Der Rosenkranz sei ein großer Schatz. An den Gottesdienst schloss sich eine Eucharistische Prozession an. Sie begann vor der Klosterkirche, führte durch das Nordtor des Dorfes, bewegte sich um das Kloster und endete schließlich in dem Gotteshaus.

Nach dem Schlusssegen traf der Bischof mit drei Vertretern der Katholischen Landjugend Speinshart, der Ministranten Speinshart sowie der Ministranten Schlammersdorf zusammen: Sie überreichten dem Bischof Geldspenden in Höhe von 835 Euro, die durch drei verschiedene Aktionen der Jugendgruppen zusammengekommen waren. Das Geld ist für Flutopfer in Deggendorf bestimmt.   

Das Rosenkranzfest dauerte insgesamt drei Tage: Eröffnet wurde es am Freitagabend mit einer Vigilfeier. An den Vorabendgottesdienst am Samstag schloss sich eine Lichterprozession durch das barocke Klosterdorf an. Eine Pontifikalvesper mit dem Abt am Sonntagnachmittag sowie ein festliches Abendkonzert mit dem St.-Thomas-Chor aus Trockau beendeten das Fest.

Die Rosenkranzbruderschaften gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die erste urkundlich bezeugte Rosenkranzbruderschaft wurde 1475 im Kölner Dominikanerkloster errichtet. Bei der Rosenkranzbruderschaft verpflichten sich die Mitglieder, einmal in der Woche drei Rosenkränze zu beten. Jeweils am ersten Sonntag im Oktober findet in Speinshart das Hauptfest der Rosenkranzbruderschaft – das so genannte Rosenkranzfest - statt, zu dem Gläubige aus der gesamten Region kommen. Deutlichstes Zeichen für die Existenz einer Rosenkranz-Bruderschaft in Speinshart ist der Bruderschaftsaltar mit dem typischen Bild: Maria als Rosenkranzkönigin und ihr zugeordnet die beiden Rosenkranzheiligen Dominikus und Katharina von Siena.