News Bild Der Heilige Geist als Mutmacher, zum Glauben zu stehen - Bischof Voderholzer firmte in Offenstetten 83 Jugendliche

Der Heilige Geist als Mutmacher, zum Glauben zu stehen - Bischof Voderholzer firmte in Offenstetten 83 Jugendliche

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Diözesanbischof Rudolf Voderholzer spendete am Freitag 83 Firmbewerbern aus den Pfarreien St. Vitus Offenstetten, Maria Immaculata Biburg sowie der Expositur St. Michael Sallingberg und dem Cabrini-Haus in Offenstetten das Sakrament der Firmung. Trotz der heißen Temperaturen an diesem Vormittag ging der Wunsch des Oberhirten an die jungen Leute, durch das Feuer des Heiligen Geistes „begeisterte, innerlich brennende Menschen“ zu werden.

Zunächst hießen der Sprecher des Pfarrgemeinderates Franz Rohrhuber und der 2. Bürgermeister von Abensberg Dr. Bernhard Resch, zugleich Gesamtleiter des Cabrini-Zentrums, Bischof Voderholzer willkommen. Es war inzwischen sein vieter Besuch in der Stadt Abensberg und seine dritte Visite in Offenstetten. Mit einem kleinen Rückblick auf die Aktionen zur Firmvorbereitung begrüßten einige Firmlinge den Bischof. „Wir haben gespürt, dass wir auf den Heiligen Geist vertrauen dürfen. Der Heilige Geist lässt uns nicht allein“, so die zusammenfassende Aussage der Jugendlichen.

Auf die Bedeutung der brennenden Apostelkerzen anlässlich des Bischofsbesuchs wies Ortspfarrer BGR Alois Hammerer in seiner Begrüßung hin. Er bat den Oberhirten: „Stärken Sie uns im Glauben und im Vertrauen auf den dreifaltigen Gott“. Dass bei ihm die Spende des Firmsakraments in der Rangordnung der Anlässe „ziemlich weit vorne“ steht, verdeutlichte Bischof Voderholzer in seiner Begrüßung und freute sich über die übervolle Pfarrkirche. Angesichts der heißen Temperaturen an diesem Vormittag bemerkte der Bischof humorvoll, dass die Mädchen und Jungen keinen Sonnenbrand bekommen würden, sondern eher einen „Herzensbrand“, hervorgerufen durch das Feuer und die Liebe des Heiligen Geistes.

Diese Gedanken vertiefte der Regensburger Oberhirte dann in seiner Predigt. Zunächst ging er aber auf das allererste Sakrament, die Taufe, ein. Hier würden die Eltern und Paten alle Entscheidungen für den Säugling treffen, die dann mitunter lebenslang wirken  - etwa Name, Wohnort und Sprache. Auch der Glaube würde durch die Taufe dem Kleinkind weitergegeben. „Die Eltern haben mit bestem Wissen und Gewissen für das Kind gesorgt und haben auch den Glauben und die Mitgliedschaft in der Kirche mitgegeben“, fasste der Bischof diesen Gedanken zusammen. Der Firmtag sei nun der Tag, „an dem die Kirche die Kinder für so reif hält, dass sie selbst entscheiden können.“

Der Oberhirte verwies auf die von den Firmlingen gesprochenen Glaubensbekundungen. „Der lebendige Gott hat Deinen Namen in sein Herz geschrieben. Darauf kannst Du Dich hundertprozentig verlassen. Er ist unser Wegbegleiter in allen Höhen und Tiefen. Und der Heilige Geist will Euch dabei helfen, die Freundschaft zu Jesus Christus zu vertiefen“, konkretisierte Bischof Voderholzer. Doch der Heilige Geist trage auch dazu bei, „das Herz für die wesentlichen Dinge des Lebens zu öffnen, für den Wert und die Würde eines jeden Menschen, dass wir aufeinander zugehen.“ Und der Heilige Geist sei ein „Mutmacher, zu unserem Glauben zu stehen“. Kurzum – die Firmlinge sollten begeisterte Christen sein, unterstützt von ihren Eltern und Paten, welche die jungen Leute mit gutem Beispiel und Vorbild im Glauben begleiten mögen.

Ein besonderes Anliegen richtete Bischof Voderholzer gleichermaßen an die Firmlinge und deren Eltern bzw. Paten: „Bemühen wir uns um eine gute Sonntagskultur!“ Konkret meinte er damit den Besuch des Sonntagsgottesdienstes und eine diesem Tag angemessene Gestaltung.

Nach der Erneuerung des Taufgelübdes spendete Bischof Voderholzer den 83 Mädchen und Jungen das Firmsakrament, begleitet durch dazu passende Texte und Lieder. Die Firmlinge selbst waren beim Vortrag der Kyrie-Rufe und Fürbitten in die Gestaltung des Gottesdienstes eingebunden, zwei Mädchen überreichten zum Dank am Schluss der Eucharistiefeier Bischof Voderholzer eine Kerze. „Dass das Feuer des Heiligen Geistes bei Euch immer stärker brennen möge“, lautete dann auch der abschließende Wunsch des Bischofs an die neu Gefirmten.