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Bischof Voderholzer besucht Degernbach

Der Glaube an den Auferstandenen ist konkret

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Längst sei es Zeit geworden, dass er nicht nur an der Autobahn vorbeifährt, sondern auf seinem Weg „ins Bistum hinein“ ein erstes Mal in Degernbach Halt macht, stellte Bischof Voderholzer im Rahmen seines Pastoralbesuches fest. „Die Menschen brauchen Gemeinschaft und vor allem auch Hoffnung in dieser Zeit. Wir möchten nicht da Virus verbreiten, sondern die Glaubensfreude“ betonte der Bischof.

In seiner Predigt erinnerte Bischof Rudolf daran, dass man sich in der Fastenzeit 40 Tage lang auf Ostern vorbereitet hat. Und nun dürfe 50 Tage lang gefeiert werden und das Halleluja erklingen. In diese Zeit falle nach 40 Tagen das Fest Christi Himmelfahrt und bis dahin seien es ganz besondere Tage, erfüllte Tage, Tage des Heils. In diesen Tagen habe Jesus den Glauben seiner Jünger gefestigt, fundamentiert und gestärkt, damit sie den Glauben in aller Welt verkünden, hinaustragen in alle Länder der Erde. Diese Tage waren voller Begegnungen, denn die Jünger mussten alles verstehen, was geschehen war und Jesus brauchte Zeit, um die Jünger zu überzeugen. In den Evangelien wird von diesen Begegnungen mit großer Spannung berichtet, wenn Jesus „wie ein Geist“ mal da und mal dort erscheint. Aber er ist wahrhaftig auferstanden und seine Wundmale bezeugen dies. So habe er beispielsweise zum ungläubigen Thomas gesagt „fass mich an, leg deine Hand in meine Wunden“.

Bischof Rudolf erinnerte daran, dass der Glaube, der Glaube an den auferstandenen Herrn Jesus Christus eingegangen ist in die Feier der Eucharistie. Im Brot lasse er sich von uns „einverleiben“ und alle Sinne werden beim Gottesdienst angesprochen, ob mit dem wohlriechenden Weihrauch und im Betrachten dieser schönen Kirche mit dem Pfarrpatron Andreas. „Wir Menschen brauchen das konkrete Miteinander, auch die Berührungen. Und diese fehlen jetzt in der Pandemie“ resümierte Bischof Rudolf. Hier schlug der Prediger die Brücke zum Gedenktag der Bundesregierung für die Coronatoten an diesem 3. Ostersonntag: Es schmerze sehr, dass viele Kranke und Sterbende in ihrem Leiden und Sterben nicht begleitet werden konnten.

„Acht Ministranten hier beim Gottesdienst, das ist ja sensationell für eine kleine Pfarrei“ lobte Bischof Rudolf und betonte: „ich bin sehr sehr froh und dankbar für alles, was ich hier erleben darf“. Ein besonderer Dank ging auch an die Eltern und Großeltern, die den Glauben an die Kinder weitergeben und so erste Missionare sind. „Wo sollen die Kinder das Morgen, das Mittags- und das Abendgebet lernen, wenn nicht daheim?“