News Bild „Der Einsatz für das Gemeinwohl ist bester Ausdruck der Nächstenliebe“

„Der Einsatz für das Gemeinwohl ist bester Ausdruck der Nächstenliebe“

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(pdr) Anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Regensburg hat Bischof Gerhard Ludwig Müller am vergangenen Sonntagvormittag im Hohen Dom St. Peter in Regensburg ein Pontifikalamt gefeiert. Die Regensburger Feuerwehr, eine der ältesten in Altbayern, war am 12. Januar 1858 gegründet worden. Zum Gottesdienst im übervoll besetzten Dom kamen Tausende Feuerwehrleute aus der ganzen Oberpfalz.

Zunächst sprach Bischof Gerhard Ludwig in seiner Predigt über den heiligen Florian, den Patron der Feuerwehr, der während der Christenverfolgung des Diokletian zu Beginn des vierten Jahrhunderts als Märtyrer sein Leben hingegeben hat. „Indem er anderen helfen wollte, hat er selbst sein Leben geopfert“, sagte Bischof Gerhard Ludwig. Er erinnerte an den großen Einsatz vieler Feuerwehrleute in den vergangenen 150 Jahren, den manche sogar mit ihrem Leben bezahlten: „Seit dem Gründungstag haben Tausende von Feuerwehrleuten ihren Dienst treu und aufopferungsvoll für die Allgemeinheit getan.“ Besonders während des Zweiten Weltkriegs sei die Regensburger Freiwillige Feuerwehr vorbildlich in ihrem Einsatz für die bedrohten Mitmenschen gewesen. „Der Einsatz für das Gemeinwohl ist bester Ausdruck der Nächstenliebe. Das ist der Sinn des Wortes ,Dem Nächsten zur Wehr´“, so der Bischof.

Mit Nachdruck gedachte der Bischof des „hilfreichen Einsatzes“ von rund 500 Feuerwehrgruppen aus dem gesamten Bistum Regensburg während des Jahrtausendereignisses des Papstbesuchs im September 2006. „Dass für 250000 Besucher ein reibungsloser und unfallfreier Ablauf gewährleistet wurde, ist nicht zuletzt ein Verdienst unserer Feuerwehren, auf den Sie stolz sein dürfen und für den ich Ihnen allen sehr dankbar bin.“ Erst vor 14 Tagen hatte der Heilige Vater in Rom gegenüber Bischof Gerhard Ludwig von seinem Besuch in Regensburg als einem „großen und in die Gemeinschaft zusammenführenden geistlichen Ereignis“ gesprochen, berichtete Bischof Gerhard Ludwig während der Predigt. Aber auch für die Ordnungsdienste bei vielen anderen festlichen Anlässen leisteten die Feuerwehren „selbstverständlich geschätzte Dienste“, so der Bischof.
Schließlich rief Bischof Gerhard Ludwig die jungen Menschen auf, wie ihre Vorfahren großherzig zu sein und ihre Fähigkeiten aus menschlicher und christlicher Hilfsbereitschaft einzubringen. „Weit entfernt über die Jugend zu klagen, stelle ich dankbar und froh fest, wie viele junge Menschen ihre Fähigkeiten und Kräfte einbringen und das Kulturleben mittragen.“ Der Bischof gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft der Satz „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ für die Freiwillige Feuerwehr Regensburg gelte.

Anschließend ging der Bischof an der Spitze dem großen Zug der Tausenden Feuerwehrleute aus der gesamten Oberpfalz durch die Stadt Regensburg voran.