News Bild „Der dreifaltige Gott ist Beziehung“ – Domkapitular Dr. Roland Batz bei der Dreifaltigkeitswallfahrt am Eichlberg

„Der dreifaltige Gott ist Beziehung“ – Domkapitular Dr. Roland Batz bei der Dreifaltigkeitswallfahrt am Eichlberg

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Nach mehreren sonnenreichen Wallfahrten in den letzten Jahren war dem mit einer langen Tradition verbundenen Pilgern zum Eichlberg am Dreifaltigkeitssonntag heuer ein weniger gutes Wetter beschieden. Dennoch zogen am Samstagabend und vor allem am Sonntag 17 Wallfahrergruppen mit knapp 1000 Pilgern aus der näheren und zum Teil weiteren Umgebung zur bekannten Wallfahrtskirche. Darüber hinaus kamen viele ganz individuell - mit dem Fahrrad, Auto oder ganz alleine zu Fuß.

Nicht ganz unbekannt dürfte der Eichlberg auch dem diesjährigen Hauptzelebranten sein: denn Domkapitular Monsignore Dr. Roland Batz, Vorstandsvorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, stammt aus Kelheimwinzer. Über dessen Präsenz und Zusage freute sich in seiner Begrüßung der örtliche Seelsorger Pater Jose Peter, der auch an die fünf im letzten Jahr verstorbenen Bruderschaftsmitglieder erinnerte.

Die Grüße von Bischof Rudolf Voderholzer, der zu dieser Zeit beim Kongress „Freude am Glauben“ in Ingolstadt war, übermittelte Monsignore Batz.

 

Menschliche Bilder von Gott sind „nur Stückwerk“

Die Predigt widmete der Domkapitular der Dreifaltigkeit – dem in der Glaubenspraxis „zwar am meisten ausgesprochenen, aber am schwierigsten zu erklärenden Phänomen“. Beim Kreuzzeichen, in zahlreichen Gebeten und in der Liturgie sei die Dreifaltigkeit Gottes präsent, „aber die Ausdeutung ist schwierig“. Eine Annäherung biete jedoch die Tatsache, dass sich Gott in seinem Sohn Jesus Christus den Menschen geoffenbart hat. „Wir können ihn in seinen Wirkungen erahnen, vermuten, erkennen – er ist erfahrbar und gegenwärtig“, so Monsignore Batz. Andererseits betonte der Geistliche, dass der Mensch nur in menschlichen Bildern und Begriffen von Gott sprechen könne – und das sei „nur Stückwerk“. Jedoch sei in seinem Sohn Jesus Christus Nähe geschaffen worden.

Christen sind eingeladen, in Beziehung zueinander zu leben

„Der dreifaltige Gott ist Beziehung, und das hat Bedeutung für unser Leben als Christen. Wir sind eingeladen, in Beziehung zueinander zu leben. In dieses Füreinander sind wir nun auch einbezogen“, erläuterte der Domkapitular. In der Glaubenspraxis seien das Gottesdienste, Andachten, Wallfahrten usw. „Immer ist Gott unter uns, wir treten miteinander ins Gespräch und in Beziehung, wir schauen aufeinander, wir leben füreinander. Dieser Gott ist ein großes Geheimnis“, so Dr. Batz.

In diesem Sinn appellierte er an die Wallfahrer, den Glauben im Alltag zu leben, also Beziehung zu leben, sich auf den anderen einzulassen, das Miteinander und Füreinander zu pflegen – auch vor dem Hintergrund der Spannungen und Gefahren in Europa und weltweit.

 

Vier Wallfahrer für 25 und 30 Teilnahmen geehrt

Am Ende des Festgottesdienstes konnten Domkapitular Batz und Wallfahrtspfarrer Peter vier langjährige Wallfahrer der Gruppe aus Neuses ehren. Siegfried Hofmann aus Wolfsbuch und Karl Schmidt aus Pondorf pilgern bereits seit 25 Jahren auf den Eichlberg, Georg Buchner aus Beilngries und Norbert Seßler aus Bitz sogar seit drei Jahrzehnten.

Mit der traditionellen Kindersegnung am Nachmittag endete die Wallfahrt.