News Bild „Der Atheismus trennt, der Glaube führt zusammen“

„Der Atheismus trennt, der Glaube führt zusammen“

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(pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller hat anlässlich des 27. Bischofteinitzer Heimatkreistreffens in der Stadtpfarrkirche im tschechischen Hostau in der Partnerdiözese Pilsen ein Pontifikalamt gefeiert. „Der Gottesglaube führt zusammen und baut auf, der Atheismus dagegen trennt die Menschen und führt in den Abgrund“, betonte der Regensburger Bischof in seiner Predigt. Wie die atheistischen Ideologien im 20. Jahrhundert, Kommunismus und Nationalsozialismus, zeigten, führe die Leugnung Gottes zu Hass, Unfrieden, Streit und Zerstörung, so Bischof Gerhard Ludwig. In der Partnerschaft der beiden Diözesen sei konkret zu erleben, dass der christliche Glaube vereint.

„Ohne den christlichen Glauben an Gott den Schöpfer, Erlöser und Versöhner der Menschen gibt es kein neues Europa“, sagte Bischof Gerhard Ludwig weiter. „Sonst gelangen wir wieder dorthin, wohin uns die atheistischen Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts geführt haben.“ Das Christentum sei nicht irgendeine veraltete Sichtweise, wie Kommunisten, Nationalisten und Laizisten wiederholt sagten und sagen. „Deshalb wollen wir an diesem Ort gemeinsam um ein neues Pfingsten beten“, so Bischof Gerhard Ludwig.

Zuvor hatte Domdekan Emil Soukup aus Pilsen Bischof Gerhard Ludwig im Namen von Bischof František Radkovský im Partnerbistum herzlich willkommen geheißen. Auf das Pontifikalamt folgte eine Prozession zum Hostauer Friedhof, wo gemeinsam für die Verstorbenen gebetet wurde. Anschließend begrüßte der Hostauer Bürgermeister Miroslav Rauch den Regensburger Bischof im Rathaus, wo er sich ins Goldene Buch der Stadt eintrug. Bischof Gerhard Ludwig erklärte, dass in den vergangenen Jahrzehnten „viele Wunden geheilt“ seien, die der Zweite Weltkrieg und die Vertreibung der Sudetendeutschen im Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen geschlagen hatten. „Wir gehen auf ein neues Europa zu. Wir als katholische Kirche verbinden viele Völker und geben in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel.“ Der Bischof wünschte allen Einwohnern von Hostau Gottes Segen, „damit wir alle in eine gute Zukunft gehen“. (ven)